Phil Hagebölling
Frühlingsfest-Finale
Große Aufregung um täuschend echten DFB-Pokal: Wer hat ihn auf dem Wasen geklaut?
10. Mai 2026
Kurz vor Ende des Frühlingsfests kommt es zu einem spektakulären Zwischenfall: Ein täuschend echtes Duplikat des DFB-Pokals, die Attraktion einer Party, wird gestohlen. Security und Polizei suchen fieberhaft. Wo die Diebinnen gestellt wurden und warum diese Wasensaison auch in anderen Fällen so besonders war.
Traditionell endet das 86. Stuttgarter Frühlingsfest am Sonntagabend mit dem großen Feuerwerk. 23 Tage Wasen, über 1,5 Millionen Gäste, zufriedene Gesichter – und etliche Geschichten, die man noch sehr lange erzählen wird.
Eine dieser irren Geschichte ist die von der Entführung des DFB-Pokals – glücklicherweise hat sie ein Happy-End.
Wir stehen vor dem Finale am 23. Mai in Berlin. Der Gegner des VfB Stuttgart ist der FC Bayern – aber klar, dass da unser schwäbischer Ehrgeiz besonders stark ist. Das täuschend echt wirkende Duplikat des DFB-Pokals steht im Mittelpunkt der „Wasengaudi“. Der Degerlocher Bauunternehmer Florian Gauder hat mit seinen Partyspielagenten wie seit Jahren schon in die Almhütte Royal eingeladen. Sein Freund Rudi Schutz alias Rudinalodo, als Spelerberater mit den besten Kontakten zum Fußball, hat die originalgetreue Trophäe mitgebracht – das Objekt der Begierde schlechthin, weil die vielen VfB-Fans ihn auf keinen Fall in München sehen wollen.
Der Pokal, der plötzlich verschwand
Selfies, Jubel, Blitzlichtgewitter. Jeder will ein Foto mit dem Symbol des möglichen nächsten großen VfB-Moments.
Doch dann der Schock: Der Pokal ist weg.
„Plötzlich war er verschwunden – große Aufregung herrschte sofort“, berichtet Veranstalter Florian Gauder gegenüber EchtStuttgart. Zwei Besucherinnen haben den Pokal offenbar unbemerkt mitgenommen und in ihren Jacken versteckt.
Gauder schildert die Szene weiter:„Sie hatten den Pokal in ihre Jacken eingewickelt. Security und Polizei wurden eingeschaltet, und kurz bevor die Frauen das Wasengelände verlassen wollten, wurden sie erwischt. Sie meinten, ein Herr hätte ihnen gesagt, sie dürften ihn mitnehmen … krank … was für eine Action … das wär’s gewesen.“
Gastgeber Florian Gauder, Kopf der berüchtigten Partyspielagenten, hat die Stimmung ohnehin längst auf Anschlag gedreht. Das gnadenlosen Duo mit den Melonen auf der Birne präsentiert seinen „Supermann-Song“, der das Zelt binnen Minuten in eine singende Ballermann-Enklave verwandelt.
Neben absurden Partyspielen stehtvor allem die Interaktion mit dem Publikum im Mittelpunkt – teils euphorisch, teils sichtbar überfordert, aber immer mittendrin.
Mustafa & Benjamin: Reporter ohne Bremsen
Für zusätzliche Energie sorgt ein ungewöhnliches Reporter-Duo:
Mustafa Göktas, als Moderator eigentlich auf großen Bühnen zuhause, ob bei der Berlinale oder beim Boxen, übernimmt souverän die Rolle des Reporters.
Benjamin Eicher agiert als sein „Chef-Praktikant“ – und ist sichtbar voll im Partymodus.
Gemeinsam wirbeln sie durch die Almhütte Royal, bewaffnet mit Kamera und noch mehr Mut als Plan.
Ein Running Gag des Abends: die Satzvervollständigungsfrage „Wie wirst du morgen früh aufwachen?“Die Antworten reichten von „Gar nicht!“ über „Mit einem fremden Hund im Arm“ bis hin zu tiefgründigen Betrachtungen über Badezimmerzustände nach langen Wasennächten.
Nach langen Wasennächten gilt: Durchatmen! Mustafa Göktas etwa hat am Tag danach seine Friends zum Jungsabend in seine Galerie eingeladen. Motto: Auch Männer haben Gefühle – nicht nur Hunger und Durst. Und ihre Gefühle lassen sie etwa beim Tischtennisturnier raus. Wenn Männer unter sich bleiben, reden sie anders. dann entsteht eine ganz andere Dynamik.
Zum Abschluss des Frühlingsfestes zieht auch die offizielle Seite Bilanz: Über 1,5 Millionen Besucher strömten in dieseer Saison auf den Cannstatter Wasen, so die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft. Geschäftsführer Guido von Vacano spricht von einem der besten Ergebnisse der Geschichte, auch wenn es nicht so viele Besucher wie im Vorjahr waren. Aber da eierte man auch in den Osterferien. Schon fordern die ersten: Wenn Frühlingsfest ist, müssen auch Schulferien sein.
„Die wichtigste Währung“ seien aber nicht die Zahlen, so van Vacano, sondern zufriedene Menschen auf dem Festgelände. Zufrieden sind am Ende die Partyspielagenten und Rudinaldo, dass man die Diebinnen mit dem Pokal gerade noch rechtzeitig bremsen konnte.
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