Uwe Bogen

Besuch in der Alten Kanzlei

Schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg in Stuttgart unterwegs

21. Juli 2026

Prominenter Besuch in Stuttgart: Greta Thunberg war am Dienstagabend zu Gast in der Alten Kanzlei. Die schwedische Klimaaktivistin kam laut Wirt Dennis Shipley ohne Reservierung und wurde von einigen Gästen erkannt, von den meisten aber nicht.

Greta Thunberg am Dienstagabend in der Alten Kanzlei in Stuttgart. Foto: privat

Sie zählt zu den bekanntesten Aktivistinnen der Welt. Mit ihren Schulstreiks für das Klima wurde die Schwedin Greta Thunberg international bekannt und gilt seit Jahren als Symbolfigur im Kampf gegen die Klimakrise. Inzwischen engagiert sie sich auch verstärkt zu Menschenrechtsfragen und dem Nahostkonflikt.

Früher trug die heute 23-Jährige ihre Haare meist in zwei geflochtenen Zöpfen – dieses Erscheinungsbild wurde fast zu ihrem Markenzeichen. In der Alten Kanzlei kam sie mit halblangen Haaren und Pony, weshalb die meisten Gäste sie gar nicht erkannten und ihr keine besondere  Beachtung schenkten. Doch es gab auch Gäste, die wussten, wer die junge, freundlich strahlende Frau ist und die EchtStuttgart darüber informierten.

In Berlin hatte sie gegen Rheinmetall demonstriert

Greta Thunberg hält sich derzeit in Deutschland auf. Erst vor wenigen Tagen beteiligte sie sich in Berlin an einer Protestaktion gegen den Gaza-Krieg und deutsche Waffenlieferungen. Gemeinsam mit weiteren Aktivistinnen und Aktivisten demonstrierte sie vor dem Berliner Büro des Rüstungskonzerns Rheinmetall am Pariser Platz.

Die Gruppe wollte den Zugang zum Gebäude blockieren und versuchte, sich auf dem Boden festzukleben. Die Polizei hat dies verhindert und sprach mehreren Beteiligten Platzverweise aus – darunter auch Greta Thunberg.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Schwedin in Stuttgart aufhält. Bereits im Mai sorgte sie für Aufmerksamkeit, als sie überraschend als Zuschauerin bei einem Prozess vor dem Landgericht Stuttgart erschien.

Im Stuttgarter Verfahren geht es um fünf Pro-Palästina-Aktivisten, denen vorgeworfen wird, im September 2025 in die Ulmer Niederlassung des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems eingebrochen zu sein. Thunberg verfolgte den Prozess als Zuschauerin und zeigte damit ihre Unterstützung für die Angeklagten.

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Illustration von Stuttgart
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