Broadway-Hit jetzt in Stuttgart
Am Donnerstag feiert „& JULIA“ im Stage-Palladium-Theater Stuttgart-Premiere mit Welthits, Witz und starken Stimmen. EchtStuttgart sagt dem Ensemble: Toi, toi, toi! Und bedankt sich bei Hauptdarsteller Maximilian Mann für sein dickes Video-Lob für EchtStuttgart. Fünf Gründe, warum wir uns auf dieses Musical freuen.
Bevor wir über „& JULIA“ reden, müssen wir uns erst einmal bedanken. Denn Maximilian Mann, der in Stuttgart William Shakespeare spielt, hat EchtStuttgart eine ziemlich schöne Videobotschaft geschickt:
„Hallo EchtStuttgart-Team, vielen, vielen Dank für Eure tolle Arbeit. Ich verfolge alles, was ihr tut, mit großem Interesse. Und bin ganz glücklich, dass es so etwas Tolles gibt. Das ist ein riesiger Mehrwert.“
Lieber Max: Vielen Dank für dieses dicke Lob! Wir haben uns riesig darüber gefreut – und geben die guten Wünsche vor der großen Premiere sehr gerne zurück: Toi, toi, toi für dich und das gesamte „& JULIA“-Ensemble!
Als „& Juliet“ im November 2022 am Broadway Premiere feierte, staunten selbst Kritiker, die mit Jukebox-Musicals normalerweise wenig anfangen können. Variety schwärmte vom enormen Spaßfaktor und davon, wie clever die Welthits von Max Martin in die Geschichte eingebaut werden. Die Washington Post beschrieb die Show als leicht, campy und hervorragend getanzt – und als eine „happy escape from reality“, eine fröhliche Flucht aus der Wirklichkeit.
Time Out New York war kritischer, fand die Handlung stellenweise dünn, kam aber ebenfalls an der Wirkung der Popsongs nicht vorbei. Die Überschrift der Rezension brachte das Konzept ziemlich schön auf den Punkt: „Shakespeare meets Max Martin in a teenage dream of a musical.“
Vier Jahre später ist Stuttgart nach Hamburg dran. Am Donnerstag, 8. Oktober, feiert „& JULIA“ im Stage Palladium Theater Premiere. Und das Versprechen der Show klingt erstaunlich ähnlich wie das Urteil aus New York: „Zwei Stunden Escape in eine wunderschöne Welt“, sagt Denise Obedekha, Associate Director des Musicals.
Dabei steckt hinter Pop, Tanz und Konfetti durchaus eine Geschichte: „Es geht um Selbstakzeptanz, darum, erwachsen zu werden, sich wieder zu verlieben, um Freundschaft und die zweite Chance“, sagt Obedekha. Im Mittelpunkt steht eine Julia, die entdeckt, dass ihr Leben nach Romeo keineswegs vorbei sein muss.
Der Soundtrack bedient sich aus dem riesigen Hit-Katalog von Max Martin, einem der erfolgreichsten Pop-Produzenten und Songwriter überhaupt. Britney Spears, Backstreet Boys, Katy Perry, P!nk, Bon Jovi, Ariana Grande – die Liste ist lang. „…Baby One More Time“, „I Want It That Way“, „It’s My Life“, „I Kissed a Girl“ oder „Roar“: Viele Songs erkennt man nach wenigen Takten. Der Clou: Die Welthits werden nicht einfach abgespult, sondern bekommen innerhalb der Geschichte eine neue Bedeutung.
Nicht „Romeo & Julia“, sondern „& JULIA“. Was wäre passiert, wenn Julia nach Romeos Tod nicht gestorben wäre, sondern beschlossen hätte, dass ihr Leben gerade erst anfängt? Aus der berühmtesten Liebestragödie der Welt wird eine Geschichte über Selbstbestimmung, Freundschaft und zweite Chancen.
Und diese Julia braucht irgendwann keinen Romeo mehr, sollte er auch vom Himmel fallen. Schließlich findet sie heraus, dass der gute Romeo selbst niemals ein Kind von Traurigkeit war. Also: Krönchen richten und weitermachen.
William Shakespeare darf in „& JULIA“ nicht gemütlich am Schreibtisch sitzen – er steht selbst auf der Bühne. Maximilian Mann spielt den berühmten Dichter, während Sabrina Weckerlin als Anne Hathaway kräftig daran mitmischt, wie Julias Geschichte weitergehen soll. Shakespeare trifft auf moderne Popkultur, und seine Figuren entwickeln plötzlich ganz eigene Vorstellungen von ihrem Schicksal. Genau daraus entsteht ein großer Teil des Witzes der Show.
Im Zentrum steht Sebeya (Rita Sebeh) als Julia, voller Lebensfreude und Selbstbewusstsein. Jonathan Guth spielt Romeo. Außerdem gehören unter anderem Ibi als May, Esmael Agostinho als François, Jacqueline Braun als Angélique und Carlos de Vries als Lance zum Stuttgarter Ensemble.
Große Stimmen, aufwendige Choreografien, spektakuläre Kostüme und Welthits – genau diese Mischung gehörte schon am Broadway und später in Hamburg zum Erfolgsrezept von „& JULIA“.
Vielleicht muss ein Musical gar nicht immer die Welt erklären. Manchmal darf Theater einfach Spaß machen: laut, bunt, romantisch, witzig und ein bisschen verrückt.
Dass die Mischung funktioniert, hat „& JULIA“ bereits in Hamburg gezeigt. Rund eine halbe Million Menschen sahen dort die deutsche Produktion. Jetzt also feiert Stuttgart die große Pop-Party. Und deshalb geht das letzte Wort von EchtStuttgart direkt an alle Menschen auf und hinter der Bühne:
Toi, toi, toi für eure Premiere!
Und dann: Lasst das Palladium beben!
Uwe Bogen, Redaktionsleiter von EchtStuttgart, Buchautor und Stuttgart-Kenner, gilt seit vielen Jahren als einer der bestvernetzten Journalisten Stuttgarts. Immer wieder bringt er Hintergründe ans Licht, lange bevor sie öffentlich bekannt werden. Seine Fans schätzen seinen unverwechselbaren Schreibstil und seine Stuttgart-Liebe. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, studierte er in Tübingen und ist seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Als Reporter prägt er seit vielen Jahren die publizistische Landschaft in Stuttgart. Uwe Bogen ist Autor von bisher 21 Büchern, Mitherausgeber des Lokalteil-Verlags sowie Initiator des Geschichtsprojekts Stuttgart-Album.
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