Uwe Bogen
EchtStuttgart hilft bei Tour
Bravo John! Den Krebs überlebt – und jetzt ein Held des Muts
8. April 2026
Nach 14 Chemo-Zyklen im Klinikum Stuttgart hat John Müller eine äußerst aggressive Form des Knochenkrebs überlebt. Jetzt radelt der 25-Jährige nach Indien, um anderen Mut zu machen. EchtStuttgart unterstützt ihn dabei – mit einer besonderen Aktion.
Im Oggi am Kleinen Schlossplatz ist an diesem Abend – wie so oft – kein Tisch mehr frei. Stimmengewirr, klirrende Gläser und Gelächter mischen sich zu einer lebendigen Kulisse. Mitten im Trubel sitzen zwei junge Männer, entspannt, gut gelaunt, ganz Teil dieses Abends. Und doch tragen sie eine Geschichte mit sich, die sie früh gelehrt hat, wie zerbrechlich das Leben sein kann – und wie viel Kraft es braucht, es sich zurückzuerobern.
John Müller sitzt entspannt neben Alexander Pauls. Wer die beiden erlebt – humorvoll, charmant, schlagfertig, immer wieder lachend –, kann kaum glauben, dass sie um ihr Leben kämpfen mussten. Beide erkrankten an einer besonders aggressiven Form von Krebs.
„Überleben reicht nicht“
Sie haben überlebt. Jetzt richten sie den Blick nach vorn – und wollen ihre Geschichte nutzen, um anderen Menschen zu helfen und Mut zu machen. „Überleben reicht nicht“, sagt John. Wer so eine schlimme Zeit überlebt hat, will für andere was tun.
Auf Johns T-Shirt steht „8000 Kilometer live“. Bei dieser außergewöhnlichen Radtour, die im Mai startet und schon ganz schön crazy ist, geht’s nach Indien. Der aus Kempten stammende Extremsportler, der lange in Stuttgart lebte, davon zehn Monate im Klinikum zu 14 harten Chemotherapien verbringen musste, erkrankte im Alter von 22 Jahren an einem Ewing-Sarkom, einer besonders aggressiven Form des Knochenkrebs, die sehr selten ist.
Jetzt ist John 25 Jahre alt und startet in wenigen Wochen sein Spendenprojekt „8000 Kilometer live“ für junge Krebspatienten. Von Berlin radelt er ganz allein, ohne Begleittross, nach Indien. Mit diesen 8000 Kilometern will er Aufmerksamkeit und Hilfe für junge Krebspatienten schaffen. EchtStuttgart wird ihn dabei unterstützen, zu Spenden aufrufen und regelmäßig über seine Erlebnisse auf dieser Tour berichten. Aber wir haben noch mehr vor!
Als John Müller im Herbst 2022 die niederschmetternde Diagnose erhielt, geriet seine bisher heile Welt aus den Fugen. Ultramarathons, Bergsteigen, viel Sport, nie geraucht – das war sein Leben bisher. Und nun Angst und Ungewissheit.
Beim Wandern in Schweden hatte er plötzlich starke Schmerzen an der Seite der Rippen. Zunächst vermutete der Student des Studiengangs International Business an der Hochschule Pforzheim eine Zerrung oder Prellung. Doch als die Schmerzen schnell schlimmer wurde, reiste er sofort nach Hause – und begab sich unverzüglich in die Notaufnahme des Klinikums Stuttgart.
Dort stellte sich rasch heraus, dass eine intensive Therapie notwendig war: 14 Chemotherapiezyklen sollten es sein. John erzählt im Oggi, wie hart ihn das traf: „Ich dachte, okay zwei Chemos kriegst du hin – aber 14? Ich sah kein Licht am Ende des Tunnels.“
Mit Sport bei der Therapie steigen Überlebenschancen
Die Behandlung war extrem belastend, aber John freut sich im Rückblick, dass er großes Glück mit der Klinik gehabt habe. Das Team dort unterstützte ihn medizinisch wie menschlich und ist spezialisiert auf Tumorerkrankungen. Gemeinsam entstand später eine „Gamechanger“-Kampagne, die zeigen soll, dass Bewegung während einer Krebstherapie entscheidend sein kann. Wer sich sportlich bestätigt, steigert seine Überlegungschance.
Alexander Pauls erzählt, dass er mit 18 Jahren in der Badewanne einen Knoten an seinem Hoden entdeckte. Sofort ging er zum Urologen seines Vaters, der ihn umgehend in ein Krankenhaus einwies. Es blieb nicht viel Zeit. Die Diagnose lautete: Aggressiver Hodenkrebs.
Heute sind beide Botschafter der Children Cancer Foundation (CCF), die ihren deutschen Standort in Stuttgart eröffnet hat. Besonders beeindruckend ist ihre Offenheit.
Ganz locker erzählen sie davon, wie sie vor Beginn der Chemotherapien Sperma abgeben sollten, um es einzufrieren. Denn die Chemo kann unfruchtbar machen. In einer Zeit der Angst und der großen Sorge stehe einem der Sinn wirklich nach allem, aber nicht nach Selbstbefriedigung im stillen Ärztekämmerlein, erzählen sie ganz cool. In dieser Situation helfe es, zu lachen, nicht, weil es lustig ist, sondern weil Humor hilft, schwere Zeiten zu überstehen.
Die Kosten fürs Einfrieren ihres Sperma müssen sie übrigens selbst jedes Jahr bezahlen – die Krankenkasse gibt dafür nix.
Am 8. Mai startet John seine Mission: 8000 Kilometer mit dem Fahrrad von Berlin bis zum Taj Mahal in Indien. Der Termin ist nicht zufällig gewählt. Am 8. Mai vor drei Jahren war seine schwere Operation. Da wurde nach vier Chemotherapien seine vom Krebs befallenen Rippen entfernt.
Die Tour trägt den Namen „8000 km Live“. John erzählt, dass er gerade intensiv an der Route und seinem Training arbeitet.
Der Start ist in Berlin mit einer gemeinsamen Ausfahrt vom Rose Bike Shop am Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor, um ein Zeichen für junge Krebspatienten zu setzen. Eine zweite gemeinsame Ausfahrt ist am 16. Mai in München geplant.
Wo man spenden kann
Die gesamte Route ist online dokumentiert:
https://8000km.live/journey
John plant 80 Fahrtage und rund 100 Tage insgesamt. Ziel: Mitte August am Taj Mahal. Die Radreise verfolgt ein klares Ziel. John hat gemeinsam mit führenden Sarkom-Spezialisten einen Notfallfonds für junge Krebspatienten gegründet. Jeder Euro der Spenden gehe direkt an Projekte, die junge Betroffene dringend benötigen.
Spenden sind möglich unter:
https://8000km.live/donate
John betont, dass ihn die Unterstützung vieler Menschen tief berühre. Projekte wie dieses seien nur möglich, weil andere an ihn glauben und helfen.
Über Instagram (@8000km.live) möchte er regelmäßig von seiner Reise berichten und Menschen an seinen Erlebnissen teilhaben lassen. Auch bei uns könnt ihr mitverfolgen, wie es ihm auf dieser verrückten Reise ergeht.
Johns Geschichte zeigt: Aus dem Schock kann Stärke entstehen, um anderen zu helfen. Bei ihm ergibt sich obendrein noch ein Abenteuer auf den Straßen zwischen Deutschland und Indien – ein Abenteuer, das Mut und Lebensfreude verbreiten soll. Seine Botschaft: Leben bedeutet mehr als Überleben – es bedeutet, handeln, bewegen, für andere da sein, nicht nur an sich selbst denken! Genau darum geht es auch bei diesem neuen Magazin.
Besondere Aktion von EchtStuttgart
Hut ab vor John! EchtStuttgart wird nicht nur regelmäßig über die Stationen seiner Tour berichten, sondern ihn auch finanziell unterstützen: Unser Portal verfolgt eine klare Idee: Wir wollen uns sozial engagieren und Projekte unterstützen, die Gutes bewirken. Dafür haben wir die Seite „Helfen macht happy“ ins Leben gerufen.
Unser Plan: Jede Anzeige, die jetzt bei uns geschaltet wird, unterstützt Johns Aktion. Denn die Redaktion hat beschlossen, sämtliche Werbeeinnahmen der nächsten vier Wochen an seinen Spendenzweck weiterzugeben.
Macht mit! Spendet! Berichtet uns darüber, schreibt an: info@echt-stuttgart.de
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Seine Geschichte bewegt Stuttgart: John Müller hat eine aggressive Form des Krebs überlebt – und startet bald eine Radtour nach Indien, die Hoffnung schenkt und Spenden sammelt. EchtStuttgart unterstützt ihn – und unsere Werbekunden spenden reichlich.