Uwe Bogen
Kampf gegen Krebs
EchtStuttgart hilft der Mission von John – Werbekunden spenden reichlich
10. April 2026
Seine Geschichte bewegt Stuttgart: John Müller hat eine aggressive Form des Krebs überlebt – und startet bald eine Radtour nach Indien, die Hoffnung schenkt und Spenden sammelt. EchtStuttgart hilft ihm dabei – und unsere Werbekunden spenden reichlich.
Die Geschichte von John Müller hat die Leserinnen und Leser von EchtStuttgart tief berührt. Zahlreiche Zuschriften haben uns erreicht – voller Mitgefühl, Respekt und Unterstützung für einen jungen Mann, der sich mit beeindruckender Entschlossenheit zurück ins Leben gekämpft hat. Nun will er selbst anderen helfen, die erst am Anfang ihres Kampfes gegen Krebs stehen. John will ihnen zeigen: Es lohnt sich, niemals aufzugeben!
Mit 22 Jahren lag der Wirtschaftsstudent monatelang für eine stationären Chemotherapie mit 14 Zyklen im Klinikum Stuttgart – oft zu kraftlos, um aufstehen zu können.
Die Behandlung gegen eine aggressive Form von Knochenkrebs war eine Tortur – körperlich wie seelisch. „Ich wusste nicht, wie ich das überstehen sollte“, erinnert er sich an die Zeit rund um seine Operation am 8. Mai 2023.
Genau drei Jahre später beginnt eine spektakuläre Mission: Am 8. Mai will er mit dem Fahrrad von Berlin nach Indien aufbrechen – eine Reise über 8000 Kilometer, durch mehrere Länder und Kulturen. Eine Reise, die nicht nur ein persönlicher Neuanfang ist, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung für andere Betroffene.
EchtStuttgart unterstützt ihn – und die Stadt zieht mit
EchtStuttgart begleitet John auf diesem Weg nicht nur mit Worten, sondern finanziell. Sämtliche Werbeeinnahmen unseres Magazins fließen in den nächsten vier Wochen in sein Projekt, das Spenden für krebskranke Menschen sowie für die Krebsforschung sammelt.
Unsere Initiative hat eine beeindruckende Dynamik ausgelöst: Zahlreiche Unternehmen haben sich entschieden, Werbeflächen zu buchen – nicht nur aus Marketinggründen, sondern aus Überzeugung.
Zu den Unterstützern unserer Aktion für John zählen unter anderem Malo, Abseits, Plenum, Ratskeller, Auktionshaus Nagel, Keren Sierra, Herr Kächele und Saigon 75. Die Unternehmen spenden direkt an Johns Projekt und erhalten entsprechende Spendenbescheinigungen. Gegen den Nachweis der Überweisung dürfen sie bei uns kostenlos werben – nach und nach. Den Anfang macht am heutigen Freitag Winni Klenk mit seinem Abseits am Kleinen Schlossplatz. Vielen Dank dafür!
Johns Reaktion auf die ersten Überweisungen: „Ihr seid die Besten! Das ist der Hammer.“
„Helfen macht happy“ – mehr als nur ein Motto
Für unsere Redaktion ist dieses Engagement mehr als eine einzelne Aktion. Mit unserer Plattform „Helfen macht happy“ möchten wir gezielt Menschen unterstützen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. EchtStuttgart versteht sich als Stimme für die Stadt – und für diejenigen, die sonst oft übersehen werden.
Unser Autor Uwe Bogen hat John Müller persönlich getroffen. Sein Eindruck: ein junger Mann, der durch die schwerste Zeit seines Lebens gegangen ist – und dabei eine bemerkenswerte Stärke entwickelt hat. „Ich habe damit gerechnet, dass ich es nicht überlebe“, sagt John rückblickend über die Monate der Therapie.
Eine seltene Krankheit – und ein harter Kampf
John litt an einem sogenannten Sarkom – einer seltenen Tumorart, die im Stütz- und Bindegewebe entsteht, etwa in den Knochen. Anders als häufigere Krebsarten sind Sarkome schwerer zu erforschen, da sie selten auftreten und Therapien für Pharmaunternehmen oft wirtschaftlich unattraktiv sind. Deshalb werden Studien meist von Universitäten organisiert und durch öffentliche Mittel sowie Spenden finanziert.
Im Fall von Ewing-Sarkomen ist eine intensive Chemotherapie überlebenswichtig. „Ohne Chemotherapie sterben 90 Prozent aller Patienten“, erklärt ein Oberarzt des Klinikums Stuttgart. Selbst bei kleinen Tumoren ist diese Behandlung unerlässlich.
Erst Ende 2022 brachte eine im Fachjournal „The Lancet“ veröffentlichte Studie Fortschritte: Eine Kombination aus fünf Wirkstoffen, verabreicht in kürzeren Abständen, zeigte bessere Ergebnisse bei gleichzeitig geringeren Nebenwirkungen.
Ein Unglück – und eine neue Perspektive
John hatte trotz allem auch Glück: Das Klinikum Stuttgart gehört zu den wenigen zertifizierten Sarkomzentren in Deutschland. Dort wurde er als erster Patient mit der neuen, vielversprechenden Therapie behandelt. Doch auch diese bedeutete eine enorme Belastung: 14 Chemotherapie-Zyklen im Zwei-Wochen-Rhythmus, begleitet von schweren Nebenwirkungen, hielten ihn fast zehn Monate lang in der Klinik.
Heute ist tumorfrei – und blickt nach vorn. Die Sicherheit, dass der Krebs nicht mehr zurückkommt, hat er freilich nicht.
Mit seiner Radtour will der 26-Jährige Betroffenen Mut machen und mithelfen, damit die Forschung im Kampf gegen Krebs weiter verstärkt wird. Eigentlich wollte John über den Iran reisen, doch aufgrund der aktuellen politischen Lage hat er seine Route geändert. Von der Türkei aus geht es nun weiter über Georgien, Aserbaidschan oder Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan – bis nach Indien.
Wo wird er übernachten? „Ich habe ein Zelt dabei – und hoffe auf Begegnungen mit Menschen unterwegs oder aus der Community“, antwortet er.
Seine Reise ist ein echtes Abenteuer, aber auch ein Symbol für das Überleben, für Mut und für die Kraft, nach der dunkelsten Zeit, in der man das Ende des Tunnels nicht mehr gesehen hat, wieder aufzubrechen. „Schiebe deine Träume nicht auf“, sagt John heute, „jeder Tag kann der letzte sein.“ Deshalb sollte man jetzt umsetzen, was man sich vorgenommen habe. „Der richtige Zeitpunkt ist jetzt.“
EchtStuttgart wird ihn dabei begleiten. Wer bei unserer Aktion mitmachen will, schreibt an info@echtstuttgart.de
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