Phil Hagebölling

Stuttgarter Frühlingsfest

Klare Botschaft der neuen Wasenchefs: Frühlingsfest spielt in der Weltliga

13. April 2026

München ist mit dem Oktoberfest klar die Nummer eins – doch im Frühling zieht Stuttgart an die Spitze: Die neuen Wasenchefs nennen das Frühlingsfest sogar das größte der Welt. Ein Selbstbewusstsein, das man so bisher noch nicht hörte. 

Christian Eisenhardt (links) und Guido von Vacano (Dritter von links) mit dem Team fürs Frühlingsfest-Foto. in.Stuttgart

Stuttgart besitzt das größte Frühlingsfest der Welt! Weiß man in der Stadt vielleicht nicht so, war bisher aber auch nie ein Thema. Die neuen Wasenchefs der  in.Stuttgart aber haben auf die Weltklasse am Montag im Festzelt Beim Benz mit Stolz und vor allem mit Recht hingewiesen. Ihre Botschaft: Wir sollten uns nicht kleiner machen! 

Bisher war von Europas größtem Frühlingsfest die Rede. Nun also legen die Neuen  für Stuttgart noch eine Schippe drauf! Der Wasen spielt nicht nur in der Champions League, sondern ist führend in der Welt. Schwäbische Bescheidenheit war gestern.  

Leicht wird es für das neue Führungsduo trotzdem nicht. Nach Vorwürfen der Korruption bei der städtischen Veranstaltungsgesesellschaft, die dazu führten, dass die  Stadt einen Sonderermittler eingestellt hat und die Staatsanwaltschaft seit Monaten  ermittelt, gilt es für die neuen Chefs nun, Ruhe zu bewahren und vor allem keine Fehler zu machen. Wahrscheinlich überprüfen sie alles noch viel intensiver. Bescheidenheit jedenfalls resultiert nicht aus möglichen Fehlern der Vergangenheit, mit denen sie sowieso nichts zu tun haben.   

Alles Gute den neuen Chefs zum Start!

EchtStuttgart wünscht den neuen Chefs einen guten Start und viel Erfolg! Neuer Geschäftsführer der in.Stuttgart ist Guido von Vacano, der von der Landesmesse kommt und die Nachfolge von Neu-Ruheständler  Andreas Kroll antritt. Mit ihm übernimmt eine erfahrene Führungskraft die Verantwortung für eines der bedeutendsten kommunalen Veranstaltungsunternehmen Deutschlands. 

Auch in der zweiten Führungsebene gibt es Veränderungen: Christian Eisenhardt ist neuer Abteilungsleiter der Abteilung „Eigenveranstaltungen und Feste“. Er  kennt das Innenleben der in.Stuttgart gut. Bisher war er schon für Eigenveranstaltungen zuständig, nun also auch für Frühlingsfest, Volksfest und den Weihnachtsmarkt.   .

Mit dem Stuttgarter Frühlingsfest beginnt traditionell die große Festsaison auf dem Cannstatter Wasen. Die 86. Ausgabe findet vom 18. April bis 10. Mai statt und erstreckt sich über 23 Tage voller Fahrgeschäfte, Festzelte und Jahrmarktstimmung.

Foto: Fabian Grumann

Der offizielle Auftakt erfolgt am 18. April um 11.30 Uhr im Festzelt Beim Benz, wenn „Wasen-Bürgermeister“ Thomas Fuhrmann das erste Fass ansticht. Bereits ab 11 Uhr öffnen Fahrgeschäfte, Biergärten und Schaustellerbetriebe ihre Tore. Heraus mit Lederhosen und Dirndl! Geht wieder rund! Ach ja, auch ohne Tracht darf man aufs Frühlingsfest kommen. Man sollt halt stark genug sein, dann eine Minderheit zu vertreten und von Blicken verfolgt zu werden.   

Bei den Schaustellern ist das Frühlingsfest äußerst beliebt

„Mit seiner Vielzahl von Top-Attraktionen und Spezialveranstaltungen begeisterte das Frühlingsfest im vergangenen Jahr rund 2,2 Millionen Besucherinnen und Besucher und ist somit ein entscheidender Treiber  für den Tourismus, die Hotellerie und den Handel in der Region Stuttgart.“ sagt Guido von Vacano, der neue  Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft.

„Stuttgart ist ein äußert beliebter Standort bei den Beschickerinnen und Beschickern. In diesem Jahr gab es etwa 1.200 Bewerbungen. Was die Attraktivität des Festes verdeutlicht“, erklärt Christian Eisenhardt, der als neuer  Abteilungsleiter  für den Wasen verantwortlich ist. 

Eine klare Botschaft der Eröffnungs-PK geht an die Stadt, die höhere Gebühren für Schausteller und Wirte beschlossen hat. Man dürfe all die, die auf dem Wasen arbeiten, „nicht weiter melken“, sagte Mark Roschmann, der Vorsitzende  des Schaustellerverbands. 

Foto: Fabian Grumann

Erstmals auf dem Wasen mit dabei ist das „Spaßstadl“, ein erst kürzlich vorgestelltes Laufgeschäft für die ganze Familie. Bereits auf dem Cannstatter Volksfest vertreten und nun auch auf dem Stuttgarter Frühlingsfest sind die „Allgaeulilie“ mit einem Trachten-Angebot auf dem Krämermarkt und eine Spielbude mit einem Kamelrennen.

Comeback feiert nach vielen Jahren das maritim gestaltete Rundfahrgeschäft „Happy Sailor“. Kleine Schiffe bewegen sich wellenartig im Kreis und erinnern an eine Seefahrt. Für zusätzliche Abwechslung stehen einige Betriebe an einem anderen Standort als im Vorjahr – so bietet der große Kettenflieger „Aeronaut“, der im Vorjahr neben dem Festzelt „Beim Benz“ stand, in diesem Jahr am Rand des Albdorfs einen neuen Ausblicke. 

Warum mal Stuttgart, mal Cannstatt? 

Es heißt Cannstatter Volksfest, aber Stuttgarter Frühlingsfest – obwohl das eine wie das andere auf dem Wasen stattfindet. Wer weiß warum? Das Volksfest wurde gegründet, als Cannstatt noch selbstständig war. Das Frühlingsfest kam hinzu, als Stuttgart das Sagen hatte. 

Mehr Insider-Stories demnächst von unseren Wasenreportern Philipp Hagebölling und Mustafa Göktas. Foto: Fabian Grumann

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