Conny Mertz
Ja, wo sind denn die Mallorca-Liegen?
Stuttgart ehrt Douglas Adams: Handtuch-Rekord im Planetarium
28. Mai 2026
Wer geht schon ohne Handtuch aus dem Haus? Niemand – wenn das Weltall ruft! Der schräge Towel Day verwandelt das Stuttgarter Planetarium in einen Rekord-Ort: mehr Handtücher als frühmorgens auf Mallorca-Liegen. EchtStuttgart hat exklusiv das Video dazu.
Der Towel Day ist längst mehr als ein Insider-Gag der Science-Fiction-Szene. Er erinnert jedes Jahr an Douglas Adams, an den Autor von „Per Anhalter durch die Galaxis“, dessen Werke seit Jahrzehnten Kultstatus haben.
Die Idee ist so simpel wie genial: Wer an diesem Tag ein Handtuch trägt, ehrt Adams und seine absurde, aber tröstliche Weltsicht. Denn im „Hitchhiker’s Guide“ gilt das Handtuch als nützlichster Gegenstand im Universum – zum Schlafen, Wärmen, Winken oder einfach als Symbol für Improvisation im Chaos.
Dass daraus längst ein weltweiter Aktionstag geworden ist, passt zur Grundidee von Adams: Humor als Strategie gegen Überforderung. Oder, wie es sein berühmtester Satz zusammenfasst: „Don’t Panic.“
Stuttgart ist im schrägen Universum der Adams-Fans eine ganz wichtige Nummer. Wohlgemerkt: Nicht das Universum hat einen Mittelpunkt – sondern das Handtuch wird zum Zentrum der Gelassenheit.
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In Stuttgart bekam der Aktionstag in diesem Jahr eine besondere Bühne. Initiiert wurde der Rekordversuch von Oliver Oak Krimmel, der sich offizieller Towel-Day-Ambassador Europe nennen darf.
Volles Haus unterm Sternenhimmel des Planetariums: Der Artdirector und Autor Krimmel war happy angesichts des Andrangs, zu dem auch EchtStuttgart mit dem Vorbericht beigetragen habe, wie er sagt. Weil so viele kamen, klappte der Rekord: Handtücher wurden gesammelt, blaue, grüne, gelbe, mit und ohne Motiven, ausgerollt und aneinandergereiht – bis schließlich die 83,5 Meter erreicht waren.
Die Veranstaltung war dabei nicht nur ein Fan-Event, sondern bewusst als Mischung aus Literatur, Wissenschaft und Popkultur inszeniert. Götz Schneyder aus dem Roman, begleitet von spektakulären, live projizierten Weltraumvisualisierungen unter der Kuppel des Planetariums.
Vom Buch ins All – und zurück nach Stuttgart
Dass Douglas Adams’ Werk längst über Literatur hinaus wirkt, zeigt nicht nur die Fan-Kultur. Auch in der Raumfahrt hat sich der Humor des Autors verewigt: selbst moderne Tech-Ikonen haben seine Ideen in ihre Narrative eingebaut.
Doch in Stuttgart ging es weniger um große Raumfahrtgesten als um Gemeinschaft. Der Handtuch-Rekord war vor allem eines: ein kollektives Spiel mit einer literarischen Idee, die seit 1979 Menschen verbindet.
Manchmal reicht ein Handtuch
Ob die 83,5 Meter offiziell als Welt- oder Lokalrekord gelten, ist dabei fast nebensächlich. Entscheidend war die Atmosphäre: ein voller Saal, über 100 Handtücher, Freude in den Gesichtern – und ein gemeinsames Verständnis dafür, dass die Welt manchmal besser funktioniert, wenn man sie nicht zu ernst nimmt.
Oder anders gesagt: Manchmal reicht ein Handtuch.
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