Echt Stuttgart

Stuttgarter im Iran in Gewahrsam

Ein Jahr ohne Serkan Eren – STELP glaubt an seine Rückkehr

26. Juni 2026

Seit genau einem Jahr befindet sich Serkan Eren im Iran im Gewahrsam. Zu diesem traurigen Jahrestag hat EchtStuttgart die Organisation STELP befragt. Gibt es etwas Neues? Wir wollten auch wissen, was wir für STELP aktuell tun können.

Das letzte Foto mit Serkan Eren für Stelp entstand vor einem Jahr an der Grenze in den Iran. Foto: Stelp

Seit genau einem Jahr sitzt Serkan Eren, Gründer der Stuttgarter Hilfsorganisation STELP, im Iran in Haft. Er war für eine humanitäre Mission in das Land eingereist. Ein Jahr ist das nun her – ein schmerzhaftes Jahr für das Team von STELP, weil es Serkan nicht nur als engagierten Kämpfer für mehr Menschlichkeit vermisst, sondern auch als Freund.

Seit seiner humanitären Mission im Iran konnte er das Land nicht verlassen und soll sich weiterhin in staatlichem Gewahrsam befinden.

Erklärung von STELP sorgt für große Anteilnahme

Die Organisation STELP hat am Freitag zum Jahrestag seines Verschwindens eine Erklärung veröffentlicht. 

Darin heißt es:

„Es ist nun schon ein Jahr her, dass Serkan den Iran im Anschluss einer humanitären Hilfsaktion nicht verlassen konnte und seitdem in iranischem Gewahrsam ist. Ein Jahr, das einschneidend war: für Serkan, seine Familie und alle bei STELP. Wir vermissen Serkan sehr, und eure Nachrichten zeigen, dass es euch genauso geht. Es gibt leider keine neuen Entwicklungen in seinem Fall, die wir mit euch teilen könnten. Die zuständigen Stellen prüfen weiterhin seinen humanitaren Einsatz, und Serkan hat rechtlichen Beistand vor Ort. Unser Ziel bleibt unverändert: Serkans sichere Rückkehr. Daran arbeiten wir jeden Tag und verfolgen gemeinsam mit erfahrenen Expert:innen alle verfügbaren juristischen und diplomatischen Möglichkeiten. In einer so sensiblen Lage ist es wichtig, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen, denn öffentliche Aktionen können momentan mehr schaden als nützen.“

Der Post hat bei Instagram für große Anteilnahme gesorgt.

„Wir arbeiten mit aller Kraft auf allen Kanälen daran, dass Serkan wieder sicher heimkehrt“, versichert Carsten Gries von STELP auf unsere Anfrage. Er sei zuversichtlich, dass dies gelinge. Gleichzeitig betont er: „Sehr wichtig ist derzeit, dass unsere laufenden Bemühungen nicht durch öffentliche Spekulationen, Aktionen und Zuspitzungen gefährdet werden.“

Was kann man jetzt für STELP tun?

Auf die Frage von EchtStuttgart, wie man STELP aktuell unterstützen kann, antwortet Carsten Gries: „Herzlichen Dank für die Nachfrage. Die Hilfsprojekte laufen weiter und müssen finanziert werden. Wir haben aktuell unsere Events forciert.“

Als Beispiel nennt er das 3. STELP BBQ am 17. Juli, 18 Uhr, im Kupka Garten in Waiblingen. 100 Prozent der Ticketerlöse gehen direkt an STELP, da alle Dienstleister pro bono arbeiten.

Man könne natürlich auch ganz normal direkt an STELP spenden für vielfältige Hilfsprojekte, sagt Gries. Außerdem werden weiterhin Partner gesucht, die die Strukturkosten von STELP mitfinanzieren, damit die Spenden zu 100 Prozent bei den Hilfsprojekten ankommen.

Die große Anteilnahme an dem Post ist ein wichtiges Zeichen: Serkan ist nicht vergessen. Und das, war er begonnen hat, wird von vielen in seinem Sinne fortgeführt.

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