Uwe Bogen

Lob der Woche

„Helfen macht happy“ – Zoltán Bagaméry und die Kraft des Engagements

16. April 2026

Zoltán Bagaméry verkörpert als Kiwanis-Präsident das Motto unseres Online-Magazins EchtStuttgart wie kaum ein anderer: „Helfen macht happy.“ Engagement, Lebensfreude und Verantwortung prägen sein Wirken in einer Stadt unter Spardruck. 

Zoltán Bagaméry bei der Verleihung der Kiwanis-Preise. Foto: Klaus Schnaidt

Dem Leben Sinn zu geben – darüber denken immer mehr Menschen nach. Im Strudel des Alltags gerät leicht aus dem Blick, was wirklich zählt. Doch irgendwann  nähert man sich vielleicht Fragen wie dieser: Sollte ich nicht noch etwas machen, was anderen hilft?

Zoltán Bagaméry weicht dieser Frage nicht aus. Er hat sein Leben verändert. 

In seinem Hauptjob arbeitet er nur noch zu 50 Prozent

Viele Jahre hat er  als Chef einer Bauträgergesellschaft gearbeitet – erfolgreich, intensiv, mit großer Begeisterung.  Inzwischen hat er seine Tätigkeit  bewusst reduziert und arbeitet nur noch zu etwa 50 Prozent in seinem ursprünglichen Berufsfeld. Zwar begleitet er weiterhin Projekte, etwa den Baubeginn eines Achtfamilienhauses, doch das frühere Tempo und Volumen – jährlich 50 bis 100 Wohnungen – gehören der Vergangenheit an. Und das sei, sagt er,  gut so.

Denn diese Veränderung erlaubt ihm, sein ehrenamtliches Engagement immer weiter auszuweiten. Die frei gewordene Zeit investiert er in Kiwanis als Stuttgarter  Präsident  – und beschreibt diese Entscheidung als Gewinn. Es sei eine „riesige Zufriedenheit“ und eine „großartige innere Befriedigung“, wenn Einsatz unmittelbar bei Menschen ankommt.

Damit spürt  Bagaméry also  persönliches Glück. „Helfen macht happy“ – er weiß, wie das wirkt.  Dieses Motto gilt  für unser Magazin EchtStuttgart und ist Antrieb für unsere Arbeit. Wir bieten wichtigen Projekte eine Plattform, unterstützen sie nicht nur mit schönen Worten. Unsere erste Aktion: Sämtliche Werbeeinnahmen der ersten vier Wochen gehen an John Müller, dem Botschafter der Children Cancer Foundation, im Kampf gegen Krebs. Im Mai bricht er zur Radtour „8000 Kilometer live“ nach Indien auf. Wir haben über die Lebensgeschichte des 26-jährigen Studenten berichtet und zahlreiche Reaktionen erhalten.

Ein dickes Lob von Zimt & Zucker

Kata vom  Café Zimt & Zucker etwa schreibt: „Liebes EchtStuttgart-Team, ich habe euren Artikel über John Müller gelesen und war wirklich sehr berührt von seiner Geschichte und seinem Projekt. Es ist beeindruckend, wie viel Mut und Kraft dahintersteckt. Ich würde sehr gerne Teil eurer Aktion sein und John bzw. das Projekt unterstützen. Vielen Dank für euer Engagement! ich finde es großartig, was ihr auf die Beine stellt.“

Erster Bürgermeister Fabian Mayer bei seiner Rede zur Verleihung der Kiwanis-Preise. Foto: Klaus Schnaidt

Doch zurück zu Kiwanis. Was ist das überhaupt? Kiwanis International ist eine weltweit aktive Service-Organisation, die sich vor allem für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzt. In lokalen Clubs – wie in Stuttgart – engagieren sich Mitglieder ehrenamtlich, sammeln Spenden und unterstützen gezielt Projekte vor Ort. Der Ansatz ist dabei bewusst pragmatisch: Hilfe soll direkt ankommen, nachhaltig wirken und dort greifen, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

Rückblickend ist Bagaméry überzeugt, zur richtigen Zeit die richtigen Lebensphasen erlebt zu haben. Für seine bisherigen Abschnitte habe er „irgendwie die richtigen Zeiten erwischt“, sagt er – eine Einschätzung, die auch seinen heutigen Blick auf Verantwortung prägt.

Die Stadt hat kein Geld – da sind private Spenden umso wichtiger

Gerade dieser Blick ist aktuell wichtiger denn je. Die Stadt Stuttgart steht – wie viele Kommunen – unter erheblichem Spardruck. Für zahlreiche soziale, kulturelle und gemeinnützige Projekte reicht das öffentliche Geld oft nicht mehr aus. Initiativen, die für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar sind, geraten dadurch zunehmend in eine unsichere Lage.

Und genau hier setzt das Engagement von Bagaméry und Kiwanis an. Er betont, dass es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten umso wichtiger sei, verlässliche und verbindliche Finanzierungsquellen zu schaffen. Private Spendenaktionen  werden damit zu einem entscheidenden Pfeiler: Sie sorgen dafür, dass wichtige Projekte trotz knapper öffentlicher Mittel weitergeführt werden können.

Preisträger und Sponsoren bei Verleihung des Kiwanis-Preises im Ratskeller. Foto: Klaus Schnaidt

Wie hilfreich dieses Engagement  ist, zeigte sich jüngst eindrucksvoll bei der Verleihung des Stuttgarter KIiwanis-Preises im Ratskeller des Stuttgarter Rathauses, moderiert vom Ersten Bürgermeister Fabian Mayer. 10.000 Euro gingen an Projekte wie die Stuttgarter Kinderstiftung, das Hospiz St. Martin Degerloch und die Zukunftswerkstatt Rückenwind e.V..

Bagaméry betonte, wichtig sei nicht allein das Geld. Es gehe auch um Sichtbarkeit und Anerkennung für Menschen, die Verantwortung übernehmen – oft leise, aber mit großer Wirkung. Der Kiwanis-Preis würdige genau diesen Einsatz.

Hilfsfonds für benachteiligte Kinder und Jugendliche

Der von LBS Stuttgart-Süd und BW-Bank gestiftete Preis und unterstützt durch Partner wie die Röhrig GmbH ist dabei nur ein Teil eines größeren Ganzen. Mit dem Kiwanis-Hilfsfonds Stuttgart werden gezielt benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Region unterstützt – nachhaltig und vor Ort. 

Echte Veränderung beginnt bei Menschen, die sich nicht nur um sich selbst drehen wollen, bei Menschen, die  Verantwortung übernehmen. Bei Menschen wie Zoltán Bagaméry.

Und bei der Bereitschaft zu helfen – gerade dann, wenn es schwieriger wird. Denn am Ende gilt: Helfen macht happy.

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