Uwe Bogen

Children Cancer Stiftung feiert Start

Jazz Open: Big Band, Big Help – und Johns Video-Botschaft geht unter die Haut

5. Juli 2026

Ein Weltstar, eine Big Band und viele bewegende Momente: Bei den Jazz Open feiert die Children Cancer Foundation Deutschland mit einem starken  Benefizkonzert ihren Start in Stuttgart – und setzt ein emotionales Zeichen der Hoffnung. Die Video-Botschaft von John Müller geht unter die Haut.

James Morrison. Foto: Sander Pitl

Noch bevor der erste Trompetenton erklingt, wird es still  bei den Jazz Open im ausverkauften Sparda EventCenter. Auf der Leinwand erscheint John Müller. Der junge Krebsüberlebende schickt eine bewegende Videobotschaft von seiner Benefiz-Fahrradtour Richtung Indien – Tausende Kilometer entfernt und den Gästen in Stuttgart doch ganz nah. Seine Worte gehen unter die Haut.

„Krebs muss nicht das Ende sein. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn dein Leben auf der Kippe steht“, sagt der 26-Jährige.  14 Chemotherapien musste er wegen eines aggressiven Sarkoms  im Klinikum Stuttgart überstehen. Sein Beispiel zeigt: Auch nach dem Kampf gegen Krebs kann man sich Träume erfüllen.

EchtStuttgart begleitet die Benefiz-Tour von John seit Anfang an

Heute kämpft John für junge Menschen, den es so geht wie ihm einst. Sein Appell geht unter die Haut: „Lasst uns an die denken, die gerade gegen den Krebs und um ihr Leben kämpfen.“ Diese Solidarität helfe den Betroffenen sehr.

Echt Stuttgart begleitet John Müller seit dem Start seiner außergewöhnlichen Benefiz-Radtour nach Indien und berichtet regelmäßig über seine Etappen. Unsere Werbepartner haben für seine Aktion gespendet, wir haben ihm sein Handy bezahlt. Mit jedem Kilometer sammelt John  Spenden und macht auf das Schicksal krebskranker Kinder aufmerksam. Untwegs ist er mit unserem T-Shirt mit dem EchtStgt-Logo. Seine Botschaft verleiht diesem Benefizabend der Jazz Open eine besondere emotionale Tiefe.

KLICKT HIER ZU JOHNS  VIDEO:

John Müller freut sich über die Geschenke von EchtStuttgart: über ein neues Handy samt Speicherkarte sowie das Shirt mit dem EchtStgt-Logo, das jetzt mit nach Indien fährt. Foto: Uli Weinz
James Morrison mit der Big Band Liechtenstein. Foto: Sander Pitl

Denn genau darum geht es an diesem Abend: Hoffnung schenken. Jürgen Schlensog, der Chef der Jazz Open, bringt es auf den Punkt: „Wenn junge Menschen so schwer erkranken, ist das sehr schlimm. Da gibt es nur eines: Helfen!“

Der australische Star-Trompeter James Morrison spielt bei diesem exklusiven Charity-Konzert mit der Big Band Liechtenstein  zugunsten der neu gegründeten CCF Children Cancer Foundation Deutschland, die seit Anfang des Jahres ihren Sitz im Alten Waisenhaus am Charlottenplatz hat.

Von Australien nach Stuttgart für den guten Zweck

Schon mit den ersten Takten wird klar: Das ist kein gewöhnliches Jazzkonzert. Morrison und die Big Band Liechtenstein begeistern mit kraftvollem Big-Band-Sound, virtuosen Soli und spürbarer Spielfreude. Die besondere Freundschaft zwischen dem Weltstar und den Musikern fühlt man  jederzeit. Erst vor wenigen Wochen standen sie gemeinsam auf Tournee in Australien auf der Bühne, jetzt spielen sie in Stuttgart für den guten Zweck.

Stiftungsvorständin Uli Weinz Foto: Sander Pitl

Es ist laut, mitreißend, jazzig, virtuos und voller Energie. Die Big Band aus Liechtenstein liefert nicht nur einen großen Sound, sondern auch eine große Botschaft: Musik kann helfen.

Die Formation bringt dabei nicht nur ihren unverwechselbaren Klang nach Stuttgart, sondern auch die Wurzeln der Stiftung. Denn die CCF stammt aus Liechtenstein und expandiert nun nach Deutschland. Mit der neuen Stiftung in Stuttgart organisiert sie künftig Hilfen für Familien im gesamten Bundesgebiet, deren Kinder oder Jugendliche an Krebs erkranken.

Wenn ein Kind Krebs hat, gerät das ganze Leben aus den Fugen

Krebs betrifft viele Menschen. Besonders erschütternd ist die Diagnose, wenn Kinder betroffen sind. Gleichzeitig gibt es Hoffnung: Rund 80 Prozent aller krebskranken Kinder können heute geheilt werden. Damit diese Zahl weiter steigt, unterstützt die Stiftung die Forschung – und hilft gleichzeitig Familien ganz unmittelbar im Alltag.

„Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, gerät die Welt ins Wanken“, sagt Stiftungsvorständin Ulrike Weinz. „Wir sind da, um die Sorgen kleiner zu machen – vor allem die finanziellen.“

Die Mutter zweier Kinder ist seit Jahrzehnten in der Stuttgarter Kulturszene verwurzelt und arbeitete zuletzt in der Staatsgalerie. Nun baut sie die deutsche Stiftung auf.  In Stuttgart kennt man sie auch mit ihrem liebevoll restaurierten VW Käfer aus dem Jahr 1957, auf dessen Türen groß „CCF“ steht. In ihrer Rede sagt Uli Weinz, sie sei stolz auf die  „unglaublich vielen Partner, die wir in der kurzen Zeit für die Stiftung gewinnen konnten“.

Der Krebsüberlebende und CCF-Botschafter Alexander Pauls, Stiftungsvorständin Uli Weinz und unser Autor Uwe Bogen (von links). Foto: Sander Pitl

Aus persönlichem Schmerz entsteht Hilfe

Stifter Friedhelm Gruber weiß, warum diese Arbeit so wichtig ist.  Das Patenkind des früheren deutschen Volleyballspielers war an Leukämie erkrankf. Dieses Schicksal veränderte sein Leben nachhaltig. Gemeinsam mit Persönlichkeiten aus Sport, Kultur und Wirtschaft baute er die Stiftung auf.

Zu den prominenten Unterstützern gehört auch Gitarrenlegende Carlos Santana. Er spendet der Stiftung eine handsignierte Gitarre, die für den guten Zweck versteigert wird.

Gruber kündigt an diesem Abend außerdem an, dass künftig Medizinstudierende ehrenamtlich betroffene Familien begleiten. Sie helfen beim Ausfüllen von Anträgen, stehen als Ansprechpartner zur Verfügung und entlasten Eltern in einer Zeit, in der jede Unterstützung zählt.

Zwei Botschafter, die Hoffnung schenken

Neben John Müller ist auch Alexander Pauls Botschafter der Stiftung. Beide haben den Krebs besiegt.

Wer die Bilder aus ihrer Krankheitszeit sieht – nach langen Klinikaufenthalten, zahlreichen Chemotherapien, ohne Haare und mit starkem Gewichtsverlust –, kann kaum glauben, dass heute zwei junge Männer voller Lebensfreude, Humor und Zuversicht das Leben lieben. 

Sie wollen Mut machen. Sie wollen zeigen, dass es Hoffnung gibt.

Stiftungsgründer Friedhelm Gruber mit Jazz-Open-Promoter Jürgen Schlensog (rechts). Foto: Sander Pietl

Dabei: OB Frank Nopper und seine Frau Gudrun von der Stillen Not

Unter den Gästen sind Oberbürgermeister Frank Nopper mit seiner Frau Gudrun Nopper, Vorsitzende des Vereins Stille Not, Kesselfestival-Veranstalter Christian Doll sowie die frühere Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin. Sie engagiert sich ebenfalls für die Stiftung und nutzt ihr Netzwerk, um Unternehmen als Unterstützer zu gewinnen.

Promoter Jürgen Schlensog lernte den Stiftungsgründer Friedhelm Gruber vor einem Jahr kennen. Beeindruckt ist er vor allem von der direkten und unbürokratischen Hilfe für Familien. Für Schlensog gehört gesellschaftliches Engagement und Verantwortung selbstverständlich zu einem Festival wie den Jazz Open.

Grönemeyer hatte Tränen in den Augen

Der Promoter erinnert auch daran, welche Kraft große Klangkörper entfalten. 2024 etwa habe Herbert Grönemeyer  mit den Stuttgarter Philharmonikern auf dem Schlossplatz ein euphorisch gefeiertes Konzert gegeben und  die Bühne tief berührt unter Tränen verlassen. So sehr ging es auch ihm unter die Haut.  Auch die SWR Big Band sorgte zuletzt mit US-Star Curtis Steigers für Gänsehaut

Im Sparda EventCenter ist diese besondere Kraft an diesem Abend ebenfalls zu spüren – nicht nur musikalisch, sondern menschlich.

Als James Morrison am Ende minutenlangen Applaus erhält, wird deutlich: Dieses Konzert ist weit mehr als ein Programmpunkt der Jazz Open. Es ist der emotionale Auftakt für die neue CCF Children Cancer Foundation Deutschland. Eine Big Band sorgt an diesem Abend für einen großen Klang – und für große Hilfe. Hut ab!

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Illustration von Stuttgart
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