Uwe Bogen

Konsequenzen in Stuttgart

„Die Vorwürfe lassen uns nicht kalt“ – Wizemann sagt Konzert von DJ Avaion ab

23. April 2026

Seine Ex-Partnerin wirft DJ Avaion  Missbrauch vor: Das Wizemann reagiert schnell und  hat das für Samstag geplante Stuttgart-Konzert des 29-Jährigen abgesagt. „Wir haben null Toleranz für physische, psychische und sexualisierte Gewalt“, erklären die Betreiber der Location. 

DJ Avaion darf nicht im Wizemann spielen. Foto: Instagram/avaion

Schwere Vorwürfe gegen den aus Bayern stammenden DJ Avaion haben weitreichende Konsequenzen für die geplanten Auftritte seiner „To Make People Happy“-Tour. Nachdem eine Ex-Partnerin ihm öffentlich Missbrauch und Gewalt vorgeworfen hat, sagt  das Wizemann das für Samstag geplante Konzert  kurzfristig ab.

Die Betreiber der Location teilten in einer Stellungnahme mit, die aktuellen Vorwürfe gegen Avaion ließen sie „nicht kalt“. Als Ort, der für Vielfalt, Empowerment und ein solidarisches Miteinander stehe, treffe sie die Situation besonders hart, hieß es.

„Bei uns sollen sich alle sicher fühlen“

Weiter erklärten die Verantwortlichen: „Als Konzerthaus sind wir mehr als eine Bühne. Wir wollen ein Ort sein, an dem sich alle sicher fühlen können. Wir sagen das ganz deutlich: Wir haben null Toleranz für physische, psychische und sexualisierte Gewalt. Unsere Gedanken und unsere volle Solidarität sind bei den Betroffenen. Play fair, be aware. Lasst uns gemeinsam darauf achten, dass Diskriminierung und Übergriffe bei uns keinen Platz haben. Danke, dass ihr diesen Weg mit uns geht.“

Das Konzert sei daher nicht nur abgesagt worden, sondern werde auch nicht nachgeholt. Laut Veranstalter sei die Entscheidung zudem in Abstimmung mit der Touragentur erfolgt.

Die Erklärung des Wizemann

Der schwer beschuldigte DJ steht für hypnotisierenden Sound und futuristischen Beats und ist bei Sony Music unter Vertrag. Auch in Zürich kann der 29-jährige Avaion  alias Christopher Stein an diesem Freitag nicht auftreten. Die Vorwürfe  stammen von einer Frau, die angibt, über Jahre hinweg in einer Beziehung mit dem aus Fürth stammenden  Künstler gewesen zu sein. In einem Video und auf Social Media schildert sie mutmaßliche Gewalt- und Missbrauchserfahrungen sowie Manipulation und Stalking. Sie erklärt zudem, sie sei mit ihren Erlebnissen nicht allein. Er habe sie so sehr geschlagen, „dass mein Trommelfell riss“.

DJ Avaion will rechtliche Schritte einleiten

Der Beschuldigte, für den die Unschuldsvermutung gilt, hat sich inzwischen in einer Instagram-Story zu den Vorwürfen geäußert: „Ich bin bestürzt über die gegen mich erhobenen Vorwürfe. Die Situation belastet mich sehr. Mir ist bewusst, dass viele von euch eine Stellungnahme erwarten. Ich werde mich zu den Vorwürfen äußern, bitte jedoch um Verständnis, dass ich zunächst rechtliche Schritte einleiten muss.“ 

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