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Ariane Willikonsky vs. Friedrich Merz

„Niemand kann dir zustimmen“: Stuttgarter Kommunikationstrainerin attackiert den Kanzler


Echt Stuttgart ·22. September 2026 ·3 Min. Lesezeit News

Ihr neues YouTube-Video schlägt hohe Wellen: Die Stuttgarter Kommunikationstrainerin Ariane Willikonsky rechnet scharf mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab. Sie kritisiert fehlende Selbstreflexion, mangelndes Gespür und kommunikative Fehltritte. Ihre klaren Worte treffen im Netz wohl einen Nerv.

Ariane Willikonsky ist Kommunikationstrainerin und übt heftige Kritik an der Kommunikation von Friedrich Merz. Foto: Fon Institut

„Wenn ich einer schlechten Kommunikation einen Namen geben dürfte, würde ich sie Friedrich Merz nennen“, sagt Ariane  Willikonsky in einem YouTube-Video, das für hohe Wellen schlägt.  Sie habe noch nie einen Menschen kennengelernt, der „alles im Bereich der Kommunikation falsch macht – wirklich alles“.

Die Stuttgarterin ist Diplom-Sprecherzieherin, Rhetorik- und Kommunikationstrainerin. Sie studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart und ist seit 1999 als selbstständige Rhetorik- und Kommunikationstrainerin tätig. Seit 2003 führt sie die FON Institute in ihrer Heimatstadt und im Allgäu. 

Drei Dinge, sagt die Expertin.  müssen zusammenkommen

Ihre Kritik an Merz erklärt Willikonsky anhand eines Dreiklangs. Kommunikation bestehe immer aus der Person, die spricht, der Person, die zuhört, und dem Thema. Diese drei Komponenten müssten miteinander funktionieren.

Bereits beim Sprecher sieht sie bei Merz ein fundamentales Problem. Wer erfolgreich kommunizieren wolle, müsse zumindest ein gewisses Maß an Selbstreflexion besitzen.

Selbstbewusstsein bedeute schließlich nicht, sich selbst großartig zu finden. Es bedeute vielmehr, sich seiner selbst bewusst zu sein – und damit auch die eigene Wirkung auf andere wahrnehmen und hinterfragen zu können.

„Selbstreflexion hat er  0,0“

Bei Merz vermisst Willikonsky genau das. Ihre Diagnose fällt drastisch aus: „Selbstreflexion hat er  0,0. Er hat einfach keine.“ Besonders stört sie, wie der Bundeskanzler aus ihrer Sicht die Reaktionen auf seine Politik und seine Äußerungen wahrnimmt. Merz sei weiterhin überzeugt, Zustimmung zu bekommen und verweise darauf, dass ihm Menschen zustimmten.

Willikonsky hält dagegen: „Junge, es gibt keine Zustimmung. Niemand kann dir zustimmen.“

Ihre Aussage über die fehlende Zustimmung ist eine persönliche Einschätzung der Kommunikationsexpertin. Sie ist nicht als Feststellung darüber zu verstehen, dass der Kanzler tatsächlich keinerlei politische oder gesellschaftliche Unterstützung erhält.

„Dein Auftreten ist eine Katastrophe“

Auch beim öffentlichen Auftreten des Bundeskanzlers fällt Willikonskys Urteil ausgesprochen negativ aus. „Dein Auftreten ist eine Katastrophe“, sagt sie und wirft Merz vor: „Du schaffst es, in jeden Fettnapf zu treten.“ Für Willikonsky liegt das Problem nicht allein darin, welche politischen Inhalte Merz vermittelt. Entscheidend sei ebenso, wie er Themen präsentiert und wie seine Aussagen bei anderen Menschen ankommen.

Nach ihrer Analyse fehlen klare Kernbotschaften, die beim Gegenüber hängen bleiben. Werden Äußerungen anschließend wieder relativiert oder anders eingeordnet, werde die kommunikative Wirkung zusätzlich geschwächt.

„Jede Person so abzuwatschen, dass sie sich scheiße fühlt“

Noch grundlegender ist Willikonskys Kritik an der zwischenmenschlichen Wirkung des Kanzlers. Gute Kommunikation müsse eine Verbindung zwischen Menschen herstellen. Genau daran scheitere Merz ihrer Ansicht nach immer wieder.

„Es gelingt dir, jede Person, mit der du sprichst, so abzuwatschen, dass sie sich scheiße fühlt“, sagt Willikonsky. Ihre Schlussfolgerung: „Du kannst keine Verbindung herstellen.“

Damit rückt sie die Perspektive des Zuhörers ins Zentrum. Kommunikation könne nicht allein danach beurteilt werden, was ein Politiker sagen wolle. Entscheidend sei ebenso, was beim Gegenüber ankomme und welches Gefühl ein Gespräch oder eine öffentliche Äußerung hinterlasse. Genau dieses Gespür für den Gesprächspartner vermisst Ariane Willikonsky beim Bundeskanzler.

Ein „Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte“

Am Ende geht die Sprachtherapeutin und Kommunikationstrainerin mit ihrer Kritik noch einen Schritt weiter. Sie verbindet ihre Analyse mit einer ausgesprochen weitreichenden politischen Wertung: „Merz geht nicht nur als schlechtester Bundeskanzler aller Zeiten in die Geschichte ein, sondern als Paradebeispiel, wie man es in der öffentlichen Kommunikation nicht machen sollte.“

 

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Inhaltsverzeichnis
  1. Drei Dinge, sagt die Expertin.  müssen zusammenkommen
  2. „Selbstreflexion hat er  0,0“
  3. „Dein Auftreten ist eine Katastrophe“
  4. „Jede Person so abzuwatschen, dass sie sich scheiße fühlt“
  5. Ein „Paradebeispiel, wie man es nicht machen sollte“

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