Uwe Bogen

Würdevoller Abschied

„Ihr seid großartig“: Breite Solidarität für Rainer Nitschkes letzte Reise nach Stuttgart

19. Juni 2026

Die Aktion für einen würdevollen Abschied der Radiolegende Rainer Nitschke stößt auf große Resonanz. So viele Spenden – von fünf bis 2000 Euro – kamen zusammen, dass die Initiatoren, darunter EchtStuttgart, nun die Beisetzung eines echten Stuttgarters mit einem Baumgrab planen können.

Eine Legende beim SDR/SWR. Foto: Nitschke

Die  Initiatoren sind  überwältigt von der Anteilnahme und bedanken sich ausdrücklich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern: Ihr seid großartig!“, schreiben sie im Update des Spendenaufrufs bei GoFundMe.

Die große Welle der Solidarität habe die Aktion in einer Weise getragen, die weit über das Erwartete hinausgehe.

Transparenz über die anstehenden Kosten

Gleichzeitig wird offen und transparent über den aktuellen Stand der Finanzierung informiert: Der Bestatter in Offenburg veranschlagt insgesamt 5300 Euro. In diesem Betrag enthalten sind die Kühlung, die Einäscherung, der Totenschein sowie sämtliche organisatorischen Leistungen rund um die Bestattung.

Zusätzlich entstehen weitere Kosten für die Überführung der Urne nach Stuttgart, ein Baumgrab mit Gedenkschild sowie eine kleine Abschiedsfeier. Laufende Pflegekosten fallen dabei nicht an.

Breite Unterstützung aus Kultur, Medien und SWR-Umfeld

Besonders bemerkenswert ist die große Welle der Solidarität auch aus dem beruflichen Umfeld von Rainer Nitschke beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk und beim privaten Schwarzwaldradio, bei dem er zuletzt gearbeitet hat. Zahlreiche ehemalige und aktive Kolleginnen und Kollegen aus dem Südwestrundfunk haben sich beteiligt, obwohl es der Verstorbene „nicht allen immer leicht gemacht hat, ihn zu mögen“, wie eine Spenderin schreibt. 

Andere schreiben, dass sie mit Nitschkes Stimme aufgewachsen sein, er so etwas wie ein Teil ihrer Jugend sei.

EchtStuttgart unterstützt die Aktion. Unser Magazin versteht sich als Plattform, die Gutes tun und gesellschaftliche Initiativen sowie vorbildliche  Beweise für Mitmenschlichkeit sichtbar machen möchte (Motto: Helfen macht happy).

Zu den prominenten Spendern zählt Peter Maffay, der sein erstes Interview in einem deutschen Radio 1972 Nitschke beim SDR gegeben hat und sich nun  bei den Initiatoren der Aktion ausdrücklich bedankt.

Auch die  SWR- Landessendedirektorin Stefanie Schneider, die SWR-1- und SWR-4-Chefin Carola Oldenkott sowie der Moderator Michael Branik mit seinem Mann Bernd Reichle haben privat gespendet.

Zahlreiche weitere Unterstützerinnen und Unterstützer

Die Aktion wird zudem von einer breiten Kulturszene und vielen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern getragen. Unter den weiteren Unterstützern befinden sich:

  • Kabarettistin Anette Heiter
  • Clublegende Laura Halding-Hoppenheit
  • Schauspielerin Monika Hirschle
  • Sängerin Babs Steinbock
  • Veranstalter Christian Doll
  • Simone Schüle von der Konzeptfabrik
  • der frühere SWR-Moderator Günther Schneidewind
  • Regisseur Timo Mayer
  • Musiker Professor Mini Schulz
  • Theatermacher Axel Clesle
  • Altstadt-Größe John Heer
  • Schwarzwaldradio-Chef Markus Knoll
  • Produzent Rolf Steinacker
  • Ulrike Weinz, Stiftungsvorständin der Children Cancer Foundation
  • Fotograf Klaus Schnaidt

und viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer aus Medien, Kultur und persönlichem Umfeld.

Peter Maffay unterstützt die Spendenaktion für eine würdevolle Ruhestätte von Rainer Nitschke. Foto: Instagram/maffay.de

Rainer Nitschke war über Jahrzehnte für den Süddeutscher Rundfunk, den Südwestrundfunk, den Westdeutscher Rundfunk sowie zuletzt das Schwarzwaldradio tätig.

Er verstarb am 10. Mai 2026 im Alter von 79 Jahren. Da zunächst keine Angehörigen ermittelt werden konnten, war eine anonyme Beisetzung in Kehl vorgesehen. Sein ausdrücklicher Wunsch war jedoch, in Stuttgart seine letzte Ruhe zu finden – ein Wunsch, den die Initiative nun erfüllt.

Wenn Geld übrig bleibt wird im Sinne von Rainer Nitschle gespendet: an das Tierheim und eine queere Initiative 

Viele persönliche Nachrichten zeigen, wie sehr Rainer Nitschke als Stimme des Radios geschätzt wurde – über Generationen hinweg. „Er hat immer einen guten Job gemacht“, schreibt ein Radiomann, „und hat. es nicht verdient, in einem großen anonymen Grab beigesetzt zu werden.“ 

Sollte am Ende der Spendenaktion ein Überschuss entstehen, wird dieser transparent im Sinne von Rainer Nitschke weiterverwendet –  für Spenden an  das Tierheim und  eine queere Initiative.

Die Initiative bedankt sich erneut bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern: Jede Spende trägt dazu bei, Rainer Nitschke eine würdevolle letzte Ruhestätte in seiner Heimatstadt Stuttgart zu ermöglichen.

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