Echt Stuttgart
Podcast mit Stuttgart-Fans
„Schlaflos im Kessel“ über Stadtliebe, guten Journalismus und die Idee hinter EchtStuttgart
6. August 2026
63 Folgen „Schlaflos im Kessel“ – jetzt ist EchtStuttgart zu Gast. Podcast-Host Michael Bofinger spricht mit Uwe Bogen über die gemeinsame Liebe zu Stuttgart, die Idee hinter EchtStuttgart, guten Journalismus – und die schwierige Lage im Pressehaus.
63 Folgen hat der Podcast „Schlaflos im Kessel“ seit dem Start Anfang 2025 bereits auf dem Tacho. In der neuen Ausgabe war nun EchtStuttgart zu Gast: Unser Redaktionsleiter Uwe Bogen traf Host Michael Bofinger zu einem lockeren, offenen und unterhaltsamen Gespräch über Stuttgart, Journalismus und die Idee hinter unserem neuen Magazin. Beim Talk hatten beide viel Spaß.
Ein Ordner voller Notizen
Besonders beeindruckt hat uns, wie intensiv sich Michael Bofinger auf das Gespräch vorbereitet hatte. Vor ihm lag ein Ordner voller Notizen – mit vielen Details aus Uwe Bogens Leben und seiner journalistischen Laufbahn.
Selbst kleine Geschichten waren ihm nicht entgangen. Zum Beispiel die Anekdote, dass Uwe Bogen einmal an der Bogenstraße im Dachswald wohnte – bis er feststellen musste, dass die Straße gar nicht nach ihm benannt wurde und dass es gleich in der Nähe eine Pfeilstraße gibt.
Warum EchtStuttgart entstanden ist
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Entstehung von EchtStuttgart: Warum braucht Stuttgart ein neues Magazin? Was macht guten Journalismus aus?
Und wie kann Berichterstattung dazu beitragen, dass Menschen ihre Stadt noch stärker erleben, noch intensiver mitgestalten und mithelfen können? Diese Fragen haben zur Gründung von EchtStuttgart geführt, so Bogen. Hinter dem Magazin steht der Lokalteil-Verlag, den vier Stuttgart-Fans führen, die Bücher herausgeben, darunter regionale Bestseller, Stadtführungen organisieren und originelles Merchandising anbieten.
Der Abschied vom Pressehaus
Natürlich ging es auch um die Frage, wie es Uwe Bogen nach vielen Jahren im Pressehaus nun geht. Der Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen, sei schon immer sein Traum gewesen, sagte er. Mit EchtStuttgart sei dieser Traum Wirklichkeit geworden. Zugleich sei er froh, nicht mehr Teil der schwierigen Situation im Pressehaus zu sein.
Der fortschreitende Stellenabbau und die wiederkehrenden Abfindungsrunden haben die Stimmung in der Redaktion zu einem Tiefpunkt sinken lassen. Was ihm die Kolleginnen und Kollegen von StZ und StN mitteilen, sei sehr traurig. Heute könne er seine Energie lieber in den Aufbau eines neuen, positiven Projekts investieren, von dem es heißt, es habe „großes Potenzial“. Frischer Wind tut in der Stuttgarter Medienlandschaft gut, hört er immer wieder.
Journalist ist für Uwe Bogen der schönste Beruf der Welt. Nur wenn man Spaß bei der Arbeit habe, komme dabei etwas Gutes heraus, glaubt er.
„Es geht uns nicht um die nächste Schlagzeile“
Besonders gefreut hat uns das viele Lob, das Michael Bofinger für EchtStuttgart fand. Dabei betonte er noch, dass er seinem Gast „keinen Honig um den Mund schmieren“ wolle – sein Lob sei absolut ernst gemeint. Die gelte nicht nur für unser Magazin, sondern auch für unseren Newsletter.
Ein Satz aus dem Gespräch brachte für Michael den Kern von EchtStuttgart gut auf den Punkt:
„Es geht uns nicht um die nächste Schlagzeile, sondern darum, Menschen für ihre Stadt zu begeistern.“
Genau das wollen wir: Alles dafür tun, mit unserer Community ganz aktiv Stuttgart zu verbessern und dabei auch ganz direkt zu helfen.
Helfen macht Happy: Berichten und anpacken
Deshalb liegt dem EchtStuttgart-Team die Rubrik „Helfen macht Happy“ am Herzen.
Wir begleiten den Krebsüberlebenden John Müller auf seiner 8000 Kilometer langen Radtour bis zum Taj Mahal und unterstützen seine Spendenaktion für die Krebsforschung. Als unterwegs sein Handy ausfiel, haben wir ihm ein neues organisiert.
Am 12. August will John sein Ziel in Indien erreichen – und bereits am 19. August ist er dann bei uns Gast im Metropol-Kino bei einer gemeinsamen Veranstaltung von EchtStuttgart, CCF und Rose Bikes.
Außerdem haben wir dazu beigetragen, dass der langjährige Radiomoderator Rainer Nitschke dank einer großen Spendenaktion am Freitag in seiner Heimatstadt Stuttgart beigesetzt werden kann.
Solche Geschichten zeigen, was EchtStuttgart ausmacht: Wir wollen nicht nur berichten, sondern selbst mit anpacken.
Vielen Dank an Michael Bofinger für die Einladung, die gründliche Vorbereitung und das offene, wertschätzende Gespräch.
Jetzt reinhören: „Schlaflos im Kessel“
Wer den Podcast noch nicht kennt: Unbedingt reinhören. „Schlaflos im Kessel“ bezeichnet sich selbst als „Stuttgarts mit Abstand bester Podcast“ – und die Folge mit Uwe Bogen wird diesem Anspruch gerecht. Die Ausgabe mit EchtStuttgart wird im September ausgestrahlt.
Bei „Schlaflos im Kessel“ kommen bekannte und weniger bekannte Menschen zu Wort, die eines verbindet: Sie lieben Stuttgart und wollen die Stadt voranbringen.
Uwe Bogen und Michael Bofinger haben dabei eine wichtige Gemeinsamkeit: Beide sind große Netzwerker, kennen viele Menschen, die Stuttgart prägen, und bringen gern Persönlichkeiten zusammen, die etwas bewegen wollen.
AKTUELLES
„Jetzt erst recht“: STELP eröffnet neues Benefiz-Café Lovd an der Calwer Straße
Für den früheren Nationaltorwart Timo Hildebrand heißt es nach dem Schock um Serkan Eren: „Jetzt erst recht.“ Und das bedeutet vor allem: in seinem Sinne weitermachen. Am Samstag eröffnet STELP sein neues Benefiz-Café Lovd an der Calwer Straße. Das Opening wird zu einem Tag der Solidarität mit Serkan ud STELP.
Doch kein sicherer Abriss: Zukunft des Wittwer-Gebäudes ist wieder offen
Lange sah es so aus, als seien die Tage des Wittwer-Baus am Schlossplatz gezählt. Doch jetzt ist klar: Auch der Erhalt des markanten Gebäudes ist ausdrücklich möglich. Neun Planungsteams sollen ohne Denkverbote nach der besten Lösung suchen.
„Niemand kann dir zustimmen“: Stuttgarter Kommunikations-Expertin attackiert den Kanzler
Ihr neues YouTube-Video schlägt hohe Wellen: Die Stuttgarter Kommunikationstrainerin Ariane Willikonsky rechnet scharf mit Bundeskanzler Friedrich Merz ab. Sie kritisiert fehlende Selbstreflexion, mangelndes Gespür und kommunikative Fehltritte. Ihre klaren Worte treffen im Netz wohl einen Nerv.
Nach dem schockierenden Urteil im Iran: Seien wir alle ein bisschen Serkan!
Zehn Jahre Haft im Iran – eine Nachricht, die Stuttgart erschüttert. Ausgerechnet Serkan Eren, der sein Leben dem Helfen verschrieben hat, sitzt unschuldig im Gefängnis. Unsere Antwort sollte sein: nicht weniger helfen, sondern mehr. Hinschauen, anpacken, weitermachen – auch für ihn. Seien wir alle ein bisschen Serkan. Ein Kommentar.
Social Media
Gib hier deinen Absatz ein