Patrick Mikolaj

Von brand & Lust

14. April 2026

Das Neue Lusthaus am Schloßplatz – erbaut Ende des 16. Jahrhunderts – war über Jahrhunderte hinweg die Spielstätte für Oper, Ballett sowie für alle höfischen Spiele und Feste der Herzöge von Württemberg. Es galt als eines der bedeutendsten Bauwerke der deutschen Renaissance.
 
Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts begann man, das Lusthaus schrittweise zu modernisieren und zum königlichen Hoftheater umzubauen. Dabei ging sein ursprüngliches Erscheinungsbild nach und nach verloren. Spätestens beim Umbau im Jahr 1845 war die Architektur der Renaissance mit ihren zahlreichen dekorativen Elementen einem deutlich schlichteren Baustil gewichen.
Im Jahr 1902 brach im Hoftheater ein verheerender Brand aus, der das Gebäude zerstörte.
Nach dem Abbruch der Ruinen blieb lediglich ein Teil des ursprünglichen Lusthauses erhalten, der bei den zahlreichen Umbaumaßnahmen überbaut worden war: ein Abschnitt eines Arkadengangs mit zwei Treppenläufen.
 
Diese Überreste des Neuen Lusthauses sollten bewahrt werden und wurden 1904 als Denkmal in den Mittleren Schlossgarten versetzt. 
 
Anstelle des abgebrannten Theaters wurde 1913 das Kunstgebäude am Schloßplatz eingeweiht.
 
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Die Lusthaus-Ruine steht seit 1904 im Schlossgarten. Foto: Mikolaj

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