Uwe Bogen
Mit EchtStuttgart auf dem Dehoga-Truck
An Tagen wie diesen lieben wir Stuttgart: Ein CSD, der die ganze Stadt zum Strahlen bringt
25. Juli 2026
So fühlt sich Stuttgart von seiner schönsten Seite an: Überall jubelnde Menschen – als hätte der VfB die Champions League gewonnen. EchtStuttgart erlebt den CSD tanzend auf dem Dehoga-Truck mit unseren Gewinnern: Momente, die unter die Haut gehen und stolz auf unsere Stadt machen.
Startnummer 26, 14.20 Uhr: Der Dehoga-Truck setzt sich langsam – zunächst hart ruckelnd – in Bewegung. Etwa 80 Gäste sind an Bord, darunter etliche stadtbekannte Gastronominnen und Gastronomen, sowie die Gewinnerinnen und Gewinner der CSD-Verlosung von EchtStuttgart. Unsere Aktion hatte für eine gewaltige Resonanz mit sehr unterhaltsamen Einsendungen, sogar mit einem Tanzvideo, gesorgt. Es ist ein strahlender Sonnentag, ein Tag, an dem Stuttgart eindrucksvoll zeigen wird, wie stark Vielfalt macht. Es ist ein Tag, an dem wir uns unwahrscheinlich gut fühlen.
Dennis Shipley, Vorsitzender des Dehoga Stuttgart, begrüßt die Mitfahrenden mit bester Laune. Seine Botschaft ist klar: „Zur Gastronomie gehört traditionell Diversität.“ Und genau das lebt der Verband an diesem Tag eindrucksvoll vor. Der Dehoga-Truck zeigt: Die Stuttgarter Gastronomie kann nicht nur Gastgeber sein – sie kann auch feiern.
„Gimme! Gimme! Gimme!“ – Und alle singen mit
Schon nach den ersten Metern verwandelt sich der Wagen in eine einzige Tanzfläche. Der DJ vom Perkins Perkins sorgt mit einem perfekten Mix für beste Stimmung. Als „Gimme! Gimme! Gimme!“ aus den Lautsprechern erklingt, wird nicht nur auf dem Truck laut mitgesungen – auch die Menschen entlang der Strecke stimmen begeistert ein. Zwei Stunden lang reiht sich Hit an Hit, begleitet von ausgelassener Stimmung und jeder Menge guter Vibes.
An der Bar gibt es Hofbräu-Bier, Weine der Weingüter Diehl und Zaiss, Kessler-Sekt und kleine Häppchen. Besonders beliebt sind die Regenbogen-Fächer, die von Kessler gesponsert wurden und die wir an die Menschen entlang der Strecke verteilen dürfen. Bei strahlendem Sonnenschein sind sie nicht nur ein farbenfrohes Symbol für Vielfalt, sondern auch eine willkommene Erfrischung.
Was uns tief berührt ist der Blick vom Truck hinunter auf die Straßen. Überall lachende Gesichter, winkende Menschen, Tanzgruppen, Familien, Freundeskreise und Besucher aus allen Generationen. Die Stimmung erinnert fast daran, als hätte der VfB gerade die Champions League gewonnen. Stuttgart verwandelt sich an diesem Sonntag in eine einzige Gute-Laune-Metropole.
Besonders ins Auge fallen die vielen selbst gestalteten Schilder. Sie zeigen, wie kreativ und gleichzeitig politisch der CSD ist. Zu lesen sind unter anderem:
- „Homophobie hat viele Gesichter – alle sind hässlich.“
- „CSD statt AfD.“
- „Kein Sex mit Nazis.“
- „Liebe ist kein Verbrechen – Hass schon.“
- „Vielfalt ist unsere Stärke.“
- „Love wins.“
- „Menschenrechte kennen keine Ausnahme.“
- „Asexuell und stolz.“
- „Bunt statt braun.“
- „Kein Schritt zurück.“
- „Love is love.“
- „Respekt ist nicht verhandelbar.“
Der CSD ist weit mehr als eine bunte Love-Parade. Er erinnert daran, dass viele Rechte hart erkämpft wurden und nicht selbstverständlich sind. Ein Teilnehmer bringt es auf den Punkt: „Viele Rechte wurden in den vergangenen Jahren erkämpft. Aber jetzt müssen wir aufpassen, dass wir sie nicht wieder verlieren.“
Gerade Stuttgart zeigt an diesem Tag, wie ein weltoffener, toleranter und vielfältiger CSD aussehen kann. Tausende Menschen feiern friedlich miteinander. Unterschiedliche Generationen, Kulturen und Lebensentwürfe begegnen sich mit Respekt und Offenheit. Genau diese Mischung macht den Stuttgarter Christopher Street Day seit Jahren zu einer der schönsten Veranstaltungen der Stadt. Er verbindet Lebensfreude mit einer wichtigen gesellschaftlichen Botschaft und zeigt, dass Vielfalt Stuttgart bereichert.
Gegen 16 Uhr erreicht unser Truck den Karlsplatz. Viele unserer Gewinner steigen völlig begeistert aus. „Das war ein absoluter Adrenalin-Kick“, sagt einer. Ein anderer meint: „So intensiv erlebt man den CSD sonst nie.“
Ein Mann klettert auf das Schillerdenkmal hoch
Während wir den Truck verlassen, sind noch längst nicht alle Fahrzeuge im Ziel. Rund zwei weitere Stunden wird der Umzug noch unterwegs sein, ehe die letzten Wagen und schließlich die Straßenreinigung folgen.
Ein kurzer Schreckmoment entsteht auf dem Schillerplatz: Ein Mann klettert auf das Denkmal, die Musik wird kurz unterbrochen. Polizeikräfte holen ihn sicher herunter, danach kann das Programm ohne größere Verzögerung weitergehen.
Das Musical „& Julia“ stellt sich auf dem Marktplatz vor
Auch auf den Bühnen der Innenstadt geht das Fest weiter. Auf der Kulturbühne am Marktplatz tritt unter anderem Musicalstar Maximilian Mann auf. Im Herbst wird er in dem Pop-Musical „& Julia“ zu sehen sein, das im Oktober auf den Fildern Premiere feiert.
Unser besonderer Dank gilt Jochen Alber und Dennis Shipley vom Dehoga Stuttgart. Danke, dass EchtStuttgart gemeinsam mit den Gewinnern (sorry, die Glücksfee hat nur Männer gezogen) auf dem Dehoga-Truck mitfahren durfte. Diese Perspektive erlebt man nur selten – und sie zeigt eindrucksvoll, was den CSD in Stuttgart ausmacht: Gemeinschaft, Offenheit, Lebensfreude und eine Stadt, die an diesem Tag so bunt ist wie sonst kaum eine andere.
An Tagen wie diesen lieben wir Stuttgart ganz besonders.
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