Uwe Bogen
Überraschung auf dem Schlossplatz
Jamie Cullum spielt exklusiv für Stihl: „Jazz Open sind das beste Festival der Welt“
11. Juli 2026
Jamie Cullum sorgt schon am Samstagmittag für eine Überraschung auf dem Schlossplatz: Noch vor seinem Jazz-Open-Konzert am Abend spielt der Publikumsliebling exklusiv für 2500 Stihl-Beschäftigte – und schwärmt von Stuttgart, vom besten Festival der Welt.
Hat sich Jamie Cullum in der Uhr geirrt? Er steht bereits am Samstagmittag auf der Schlossplatz-Bühne, obwohl sein Konzert bei den Jazz Open erst am Abend beginnt. Und es ist auch kein Soundcheck. Der britische Weltstar gibt ein exklusives Sonderkonzert für die Belegschaft von Stihl. Mit dem Überraschungsauftritt bedankt sich die Unternehmensleitung bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement – ein ganz besonderes Geschenk zum 100-Jahr-Firmenjubiläum.
Seit 15 Jahren spielt Jamie Cullum bei den Jazz Open
Ein Stuttgarter Sommer ohne Jamie Cullum ist möglich, aber sinnlos. So sehen es die Fans des Singer-Songwriters, von denen es in Stuttgart besonders viele gibt. In den vergangenen 15 Jahren ist der Brite etwa zehn Mal bei den Jazz Open auf dem Schlossplatz aufgetreten – in seiner „Homebase“, wie er selbst sagt.
Wenn dieses Energiebündel wie ein Flummi über die Bühne springt, wachsen Begeisterung und Applaus vor dem Neuen Schloss Jahr für Jahr zu einem wahren Orkan an. Cullum hat das Herz eines Jazzmusikers, liebt aber ebenso die Popmusik und verbindet beide Welten mit spielerischer Leichtigkeit. Zu welchem Genre er gehört, ist in diesen Momenten völlig egal – Hauptsache, die Stimmung explodiert.
Diesmal dürfen zunächst 2500 geladene Gäste diese Show der Sonderklasse erleben. Stihl-Chef Nikolas Stihl hat die „Stihler und Stihlerinnen“, wie sie genannt werden, auf den Schlossplatz eingeladen, um gemeinsam den 100. Geburtstag des Unternehmens zu feiern. Dass Jamie Cullum am Mittag exklusiv für die Belegschaft auftritt und am Abend noch einmal als Star der Jazz Open auf derselben Bühne steht, sorgt selbst unter eingefleischten Festivalfans für Überraschung.
Schon nach wenigen Minuten macht der 45-Jährige klar, warum er immer wieder gern nach Stuttgart kommt. „Die Jazz Open sind das beste Festival der Welt“, ruft er von der Bühne – und erntet dafür Applaus. Denn bei diesem Festival stehe die Musik im Mittelpunk.
Die Geschichte von Stihl begann 1926 ganz bescheiden als Ein-Mann-Betrieb in Stuttgart an der Rotebühlstraße. Firmengründer Andreas Stihl revolutionierte die Waldarbeit mit der Entwicklung handlicher Motorsägen und legte damit den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Heute ist Stihl Weltmarktführer, beschäftigt mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 160 Ländern und entwickelt neben klassischen Benzin-Geräten zunehmend innovative Akku-Technologien für die Zukunft.
Waldheime bekommen 100.000 Euro von Stihl
Zum Jubiläum blickt das Unternehmen aber nicht nur auf seine Geschichte zurück, sondern übernimmt auch Verantwortung für die Region. Aus Anlass des 100. Geburtstags spendet Stihl 100.000 Euro an die Stuttgarter Waldheime. Oberbürgermeister Frank Nopper und der evangelische Stadtdekan Søren Schwesig nehmen an der Feier teil und bedanken sich auf der Bühne persönlich für die großzügige Unterstützung – wie auch Promoter Jürgen Schlensog, der in seiner Jugend selbst begeisterter Waldheim-Besucher war, wie er sagt. Die Waldheime seien seit Generationen ein wichtiger Ort für Kinder und Familien in Stuttgart und verdienten dieses Engagement, betonen alle drei.
Auch in Modena ist Jamie Cullum dabei
Die Mischung aus Firmenjubiläum, sozialem Engagement und einem Weltstar am Klavier macht den Samstagmittag auf dem Schlossplatz zu einem besonderen Moment. Für die 2500 Beschäftigten gibt es ein Konzert, das niemand kaufen kann – und für den Publikumsliebling ist es nur der Auftakt. Am Abend kehrt er auf dieselbe Bühne zurück Stuttgart bekommt an diesem Tag gleich zweimal Jamie Cullum. Und das fühlt auch für ihn richtig gut – beim „besten Festival der Welt“. Auch bei dessen italienische Ausgabe – zum ersen Mal in Modena – will er dabei sein.
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