Open-Air-Konzert in Stuttgart

Regenwolken beim Heimspiel: Amy Macdonald und das 1000-PS-Erlebnis


Echt Stuttgart ·19. August 2026 ·4 Min. Lesezeit News

Regen über dem Killesberg, beste Stimmung auf den Rängen: Amy Macdonald begeistert Stuttgart mit großen Hits, neuen Songs und ihrer unverwechselbaren Stimme – und schwärmt von einem besonderen AMG-Erlebnis. Für uns berichtet Christof Krüger.

Amy Macdonald beim Konzert auf dem Killesberg. Foto: Christof Krüger

Dass Amy Macdonald gern in Deutschland spielt, ist keine bloße Höflichkeitsfloskel. Schon mit 19 Jahren stand sie hierzulande erstmals auf der Bühne – und hat bis heute mehr als 2,5 Millionen Tonträger verkauft. Zwei ihrer Alben, „A Curious Thing“ und „Life in a Beautiful Light“, erreichten in Deutschland Platz eins. Ihr Debüt „This Is The Life“ kam auf Platz drei. Auch ihr aktuelles Album mit dem Tourtitel „Is This What You’ve Been Waiting For?“ schaffte es in die Top Five der deutschen Charts.

Und gerade zu Stuttgart hat die Schottin eine besondere Beziehung. Sie spielte bereits bei „Night of the Proms“ in der Schleyer-Halle und begeisterte das Publikum bei den Jazz Open auf dem Schlossplatz. Auf der Freilichtbühne Killesberg machte sie schnell deutlich, dass sie sich auch auf diesen Abend gefreut hatte.

Ein „1000+ bhp beast“ bei Mercedes-AMG

Der Grund dafür lag nicht zuletzt im Tag zuvor. Mercedes-AMG hatte die bekennende Autoliebhaberin eingeladen, verschiedene Fahrzeuge auszuprobieren. Höhepunkt war nach ihrer eigenen Aussage eine Runde auf der Teststrecke in einem „1000+ bhp beast“ – also einem Boliden mit mehr als 1000 PS.

Gemeint sein dürfte der AMG One mit Formel-1-Technik. Sein 1,6-Liter-V6-Turbomotor wird von vier Elektromotoren unterstützt. Zusammen bringt das Antriebssystem 1.063 PS auf die Straße. In 2,9 Sekunden beschleunigt der Supersportwagen auf 100 km/h, die elektronisch begrenzte Höchstgeschwindigkeit liegt bei 352 km/h.

Für Amy Macdonald offenbar ein Erlebnis der besonderen Art. Seit sie mit 18 Jahren ihren Führerschein gemacht hat, sei sie ein „Petrolhead“, erzählt sie in ihrem liebenswerten schottischen Singsang. Ihr erstes Auto war ein Mini Cooper, später folgten schnelle Wagen wie ein Audi R8, ein Ferrari und zeitweise auch ein Lamborghini.

Und nun der AMG One. Auf dem Killesberg verriet die Musikerin sogar, dass ihr Stuttgarter Auto-Erlebnis möglicherweise Stoff für einen neuen Song liefern könnte.

Amy Macdonald Foto: Christof Krüger
Auch beim Schuhwerk zeigt Amy ihre Deutschland-Vorlieben Foto: Christof Krüger

Bodenständig trotz Millionen verkaufter Alben

Der Auto-Spleen – und auch ihr Fußball-Enthusiasmus – passt zu der sympathischen Künstlerin, die trotz ihres Erfolgs bemerkenswert bodenständig geblieben ist. Amy Macdonald gibt sich nicht als abgehobene Pop-Diva, sondern ganz wie „eine von uns“.

Sie lebt weiterhin in ihrer schottischen Heimat und beschreibt sich selbst als einfachen Menschen, dem Berühmtheit nicht allzu viel bedeutet. Das spiegelt sich auch in ihren Songs wider: eingängige Melodien und große Refrains, die sofort ins Ohr gehen und dort bleiben. Dahinter stehen Geschichten über Beziehungen, Zweifel, das Älterwerden und Erinnerungen – über die kleinen und großen Brüche des Lebens.

„This Is The Life“ wird zum gemeinsamen Chor

Auf dem Killesberg funktionierte diese Mischung ausgezeichnet. Mit dem Titelsong des aktuellen Albums „Is This What You’ve Been Waiting For?“ eröffnete Amy Macdonald den Abend. Schon früh folgten „Dream On“, „Spark“ und „Mr. Rock & Roll“, dazwischen streute sie immer wieder neuere Stücke ein.

Spätestens bei „This Is The Life“ wurde aus dem Konzert ein gemeinsamer Chor von Bühne und Publikum. Nach rund anderthalb Stunden und insgesamt 20 Songs endete der Abend schließlich mit dem sich langsam steigernden Ohrwurm „Let’s Start A Band“.

Ausgerechnet bei Amy Macdonald regnet es nach vielen Sommertagen. Foto: Christof Krüger
Foto: Christof Krüger

Welcome in Scotland“ auf dem Killesberg

Der anfängliche Regenschauer und die dunklen Wolken über der Freilichtbühne konnten der Stimmung nichts anhaben. Amy hatte den schottischen Himmel bei ihrer Begrüßung bereits scherzhaft kommentiert: „Welcome in Scotland“.

Von schottischem Wetter ließ sich an diesem Abend niemand die Laune verderben. Amy Macdonald und ihre Band ließen sich von der Begeisterung auf den Rängen sichtlich anstecken. „Ihr seid der Wahnsinn!“, bedankte sich die Sängerin beim Publikum. Später schrieb sie: „STUTTGART!!! You legends!! What an amazing show!!“

Mehr Liebeserklärung braucht es eigentlich nicht.

Stuttgart liebt Amy Macdonald. Und spätestens nach diesem Abend – samt Mercedes-AMG, Killesberg und einem Publikum in Hochform – darf man wohl sagen: Amy mag Stuttgart ebenfalls ziemlich gern. Christof Krüger

Zum Autor: 

Christof Krüger hat an der Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen studiert und anschließend eine journalistische Ausbildung in einem Stuttgarter Redaktionsbüro absolviert, bevor er sein eigenes gründete. Seither ist er mit „Syntax“ für Unternehmen und Medienbetriebe in Sachen Text und Bild sowie  als freier Journalist und Fotograf unterwegs.    

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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein „1000+ bhp beast“ bei Mercedes-AMG
  2. Bodenständig trotz Millionen verkaufter Alben
  3. „This Is The Life“ wird zum gemeinsamen Chor
  4. Welcome in Scotland“ auf dem Killesberg
  5. Zum Autor: 

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