Uwe Bogen

Rainer Reddehase rechnet vor

Stuttgarter Fan in Houston: So teuer ist die Fußball-WM wirklich

15. Juni 2026

18 Dollar fürs Bier im Stadion, aber „nur“ 180 Euro fürs Ticket: Während oft über  „unbezahlbare Preise“ bei der Fußball-WM  geklagt wird, rechnet der Stuttgarter Fan Rainer Reddehase für EchtStuttgart vor, was seine Reise zum deutschen Auftaktsieg in Houston gekostet hat. Fazit: Nicht so teuer wie gedacht. 

Ganz kurzfristig hat er's geschafft: Der Stuttgarter Immobilienhändler Rainer Reddehase beim deutschen WM-Auftaktsieg im Stadion von Houston. Foto: privat

Wenn irgendwo auf der Welt ein großes Sportereignis stattfindet oder ein roter Teppich für ein Mega-Event ausgerollt wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein bekanntes Gesicht unserer Stadt vor Ort ist: Rainer Reddehase. Der Immobilienhändler aus Steinenbronn bei Stuttgart hat sich in den vergangenen Jahren einen Ruf als leidenschaftlicher Sportreisender erworben, der über unzählige Selfies von sich mit den Großen der Welt verfügt. Ob Weltmeisterschaften in Südafrika, Russland oder Katar – Reddehase fehlt kaum bei den ganz großen Momenten des internationalen Sports.

Jetzt zog es ihn nach Houston in den USA. Dort verfolgte er das erste Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft, die mit einem furiosen 7:1-Sieg über Curaçao  in das Turnier gestartet ist.

Seit Wochen wird über angeblich astronomische Preise für Tickets, Hotels und Flüge bei der Fußball-WM diskutiert. Doch Reddehases Erfahrungen zeichnen ein differenzierteres Bild.

Rainer Reddehase lobt die Organisation bei der Fußball-WM. Foto: privat

Der Stuttgarter Immobilienhändler hat sich  „sehr kurzfristig entschieden“, wie er uns erzählt. Die Eintrittskarte erhielt er über einen deutschen Fanclub. Kostenpunkt: 180 Euro. Es habe auch noch günstigere gegeben, die seien aber schon ausverkauft gewesen.

Vor Ort traf Rainer Reddehase allerdings auch deutsche Fans, die für dasselbe Spiel bis zu 700 Euro für ihre Eintrittskarten bezahlt hatten – und keinen besseren Platz bekamen als er.  Der Unterschied zeigt: Wer flexibel ist und die richtigen Kontakte hat, kann oft deutlich günstiger an begehrte Tickets gelangen.

120 Dollar für eine Nacht im Hotel – Reddehase findet es „okay“

Auch die Anreise hielt sich in Grenzen. Für seinen Flug von Deutschland über Rom nach Houston und zurück bezahlte Reddehase 680 Euro. Sein Hotel, ein Vier-Sterne-Haus in Downtown Houston, kostete rund 120 Dollar pro Nacht. „Das fand ich absolut in Ordnung“, sagt der Stuttgarter.

Wirklich teuer werde es dagegen im Stadion. „Für ein Bier zahlt man umgerechnet rund 18 Euro“, berichtet er schmunzelnd – er habe keines getrunken. Das Spiel hat er sich gemeinsam mit seinem Kumpel Bruce von dem Immobiliendienstleister Keller Wiliams aus Houston angeschaut.

  • KLICKT HIER ZU DEM VIDEO, DAS UNS RAINER REDDEHASE AUS HOUSTON GESCHICKT HAT:
Auf dem deutschen Fanfest in Houston. Foto: Reddehase

Besonders gut gefallen hat ihm die deutsche Fanmeile in Houston. Dort herrschte eine entspannte und freundliche Atmosphäre. Überhaupt zeigt sich Reddehase beeindruckt von den Gastgebern. „Die Organisation ist hervorragend. Die Amerikaner nutzen sämtliche digitalen Möglichkeiten – vom Ticketing bis zur Stadionlogistik. Dadurch funktioniert alles sehr reibungslos.“

Auch das Rahmenprogramm konnte überzeugen. „Die Amerikaner sind bekannt für Entertainment – und sie haben beim Auftaktspiel der Deutschen definitiv geliefert.“

Jetzt will  er beim „Finale“ der Deutschen in New York“ dabei sein

 Nach dem Spiel geht es für Reddehase zunächst zurück nach Stuttgart. Ganz abgeschlossen ist die Reiseplanung allerdings noch nicht. Denn er besitzt eine Option auf Finalkarten in New York. Sollte die deutsche Mannschaft weit kommen, könnte der Weltenbummler schon bald wieder im Flugzeug sitzen. „Die Tickets wären dann allerdings deutlich teurer“, sagt er.

Wer Rainer Reddehase kennt, weiß: Wenn irgendwo etwas Großes passiert, geht das kaum ohne ihn. Seit vielen Jahren reist der Stuttgarter rund um den Globus, immer auf der Suche nach den besonderen Sportmomenten. Seine Freunde trauen es ihm zu, dass er es mit der deutschen Mannschaft bis ins Endspiel schafft.

Von der Organisation der WM ist Rainer Reddehase sehr angetan. Foto: privat

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