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Vom 29. August bis 19. September verwandelt sich der Park der Villa Berg wieder in ein Kino unter freiem Himmel. Vier Klassiker des Neuen Deutschen Films, gezeigt auf original 35mm-Film, dazu Vinyl-Sound zum Sonnenuntergang – und alles kostenlos.
Wenn die Sommerabende in Stuttgart kürzer werden, zieht es die Stadt wieder in den Park der Villa Berg. Vier Samstage lang wird die Parkanlage zum Kinosaal unter freiem Himmel: Vom 29. August bis zum 19. September zeigt das 35mm-Freiluftkino vier Klassiker des Neuen Deutschen Films – im analogen Originalformat, mit echtem Projektor statt Beamer, und mit freiem Eintritt.
Los geht es jeweils um 19:30 Uhr, aber nicht mit dem Film. Wechselnde DJs legen zum Auftakt Vinyl auf, musikalischer Schwerpunkt Soul – erst wenn es dunkel genug ist, startet die Vorführung. Durch die Abende führt DJ und Kulturvermittler Andreas Vogel von der Montagegruppe, der die Filme auch einordnet und kommentiert.
29. August – „Zur Sache, Schätzchen“
Regie: May Spils, 1968, FSK 12. Der Kultfilm des jungen deutschen Kinos mit Uschi Glas, der Stuttgart-Auftakt mit Musik von DJ Andreas Vogel selbst.
Worum es geht: Der Lebenskünstler Martin (Werner Enke) gerät nach einer Zeugenaussage bei der Polizei unter Diebstahlsverdacht – die selbstbewusste Barbara (Uschi Glas) hilft ihm aus der Bredouille, während zwischen beiden eine lose Beziehung entsteht.
5. September – „Rote Sonne“
Regie: Rudolf Thome, 1970, FSK 12. Ein stilprägender Klassiker des deutschen Undergroundkinos der Siebziger. Musik: DJ Malayka.
Worum es geht: Anhalter Thomas (Marquard Bohm) trifft in München seine Ex-Freundin Peggy (Uschi Obermaier) und zieht bei ihrer Frauen-WG ein – ohne zu wissen, dass die Bewohnerinnen einem Pakt folgen, ihre Liebhaber nach fünf Tagen zu töten.
12. September – „Playgirl“
Regie: Will Tremper, 1966, FSK 6. Musik: DJ Konrad Kuhn.
Worum es geht: Fotomodel Alexandra (Eva Renzi) kommt nach Berlin, um eine alte Affäre mit einem wohlhabenden Bauunternehmer wieder aufleben zu lassen – verliebt sich dabei aber in dessen vorgeschobenen Mittelsmann.
19. September – „Götter der Pest“
Regie: Rainer Werner Fassbinder, 1970, FSK 16. Der Abschluss der Reihe mit einem frühen Werk von Fassbinder, mit Hanna Schygulla. Musik: DJ Koro.
Worum es geht: Nach der Haftentlassung findet Kleinkrimineller Franz (Harry Baer) keinen Halt im Alltag, entfremdet sich von seiner Freundin Joanna (Hanna Schygulla) und plant aus Perspektivlosigkeit bereits den nächsten Überfall.
Der Eintritt ist an allen vier Abenden kostenlos. Picknickdecken und eigene Sitzgelegenheiten sind ausdrücklich erwünscht – wer entspannt liegen will, bringt am besten selbst mit, worauf. Bei schlechtem Wetter zieht die Veranstaltung in die naheliegende Berger Kirche um.
Veranstaltet wird das Freiluftkino vom Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart gemeinsam mit den Planungsstäben Stuttgart Moving Image Center (SMIC) und Villa Berg, in Kooperation mit Wand 5 / Filmwinter, dem Verein Haus für Film und Medien e.V., dem Kinomobil Baden-Württemberg und der Montagegruppe. Offizielle Seite: hfm-stuttgart.de/de/events/35mm-freiluftkino
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