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Der Taj Mahal ist erreicht – Glückwunsch, John! Was für ein Wahnsinn! Nach 8000 Kilometern voller Strapazen, Mut und unvergesslicher Momente hat der Krebsüberlebende am Mittwoch sein großes Ziel erreicht. Am 19. August erzählt er in Stuttgart im Atelier am Bollwerk zum ersten Mal öffentlich von seiner verrückten Tour und zeigt Videos davon.
Am Dienstag hatte John uns noch aus Indien geschrieben: „Sehr hohe Luftfeuchtigkeit, alles tropfnass.“ Die letzten Kilometer verlangten ihm noch einmal alles ab. Doch dann war der Moment endlich da: Vor John Müller stand der Taj Mahal.
Eine unbeschreibliche Freude nach all den Strapazen.
Und wir können uns auf den 19. August freuen: Dann wird der 26-Jährige über seine unfassbaren Erlebnisse zum ersten Mal öffentlich in Stuttgart im Atelier am Bollwerk berichten. Beginn 20 Uhr. Sichert euch Karten für 12 Euro (ein Großteil wird gespendet) hier.
Seit dem 8. Mai war John unterwegs. Von Berlin aus führte ihn seine etwa 8000 Kilometer lange Reise durch insgesamt 15 Länder bis nach Indien. Hitze, Regen, Erschöpfung, Magen-Darm-Probleme und unzählige Herausforderungen gehörten zu dieser Tour. Aber ebenso auch Begegnungen mit Menschen, die John unterwegs große Gastfreundschaft entgegenbrachten, ihn sehr herzlich empfingen und darauf bestanden, kein Geld anzunehmen, wenn er sich etwa eine Cola kaufen wollte.
Und selbst die letzte große Hürde konnte ihn nicht stoppen: Weil die Grenze zwischen Pakistan und Indien wegen des Konflikts geschlossen blieb, musste John seinen ursprünglichen Plan ändern. Mit dem Fahrrad im Gepäck flog er über Dubai nach Neu-Delhi – und nahm von dort die letzten rund 220 Kilometer bis zum Taj Mahal in Angriff.
Aufgeben? Für John keine Option.
Der Taj Mahal ist weit mehr als eines der bekanntesten Bauwerke der Welt. Das monumentale Mausoleum in Agra wurde im 17. Jahrhundert von Mogulkaiser Shah Jahan für seine verstorbene Ehefrau Mumtaz Mahal errichtet und gilt bis heute als eines der bedeutendsten Symbole der Liebe.
Sein strahlend weißer Marmor, die vollkommene Symmetrie, die kunstvollen Ornamente und die filigranen Einlegearbeiten machen den Taj Mahal zu einem einzigartigen Bauwerk. Seit 1983 gehört er zum UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der Welt.
Für John aber war dieser Ort nicht einfach nur ein Reiseziel.
Der Taj Mahal war das Ende einer Reise, die weit über das Fahrradfahren hinausging.
John Müller hat eine schwere Krebserkrankung überlebt. Nach 14 Chemotherapie-Zyklen im Klinikum Stuttgart und einer äußerst aggressiven Form von Knochenkrebs (Ewing-Sarkom) wollte er nicht einfach nur wieder gesund werden.
Er wollte anderen Mut machen.
„Wenn ich das überlebe, gebe ich etwa zurück“, sagte John. Der Start seiner Tour am 8. Mai hatte deshalb eine besondere Bedeutung: Genau drei Jahre zuvor hatte John seine schwere Operation überstanden.
Aus dem ehemaligen Krebspatienten wurde ein Botschafter für die in Stuttgart angesiedelte CCF Children Cancer Foundation. Seine Botschaft ist dabei ebenso einfach wie kraftvoll: Krebs muss nicht das Ende sein.
John wollte zeigen, was möglich ist, wenn man nach einer schweren Zeit wieder nach vorne blickt. 8000 Kilometer später ist aus diesem Traum eine beeindruckende Realität geworden.
Johns Reise führte ihn durch 15 Länder. Unterwegs erlebte er nicht nur extreme körperliche Belastungen, sondern auch eine beeindruckende Gastfreundschaft.
Über Afghanistan erzählte er:
„Die Menschen wollten mir ständig etwas schenken. Selbst eine Cola durfte ich nicht selbst bezahlen. Diese Herzlichkeit werde ich nie vergessen.“
Probleme gehörten dazu. Dieses war schnell zu lösen: Weil sein Handy schlapp machte, schenkte ihm EchtStuttgart ein neues. Und trotz gesundheitlicher Probleme blieb sein Humor fit. Auf die Frage, wie es ihm gehe, antwortete er während der Reise trocken:
„Habe immer noch Durchfall. Das ist beim Radeln nicht ideal.“
Genau diese Mischung aus Durchhaltewillen, Humor und unerschütterlichem Optimismus macht John aus.
EchtStuttgart begleitet John Müller seit dem ersten Tag seiner Reise. Wir haben über seine Etappen berichtet, seine Live-Route verfolgt und versucht, seine außergewöhnliche Geschichte möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen.
Jetzt ist der große Moment erreicht.
John steht am Taj Mahal.
Und damit ist auch für uns ein Moment gekommen, auf den wir uns seit dem Start gefreut haben: John kommt zurück nach Stuttgart.
HIER GEHT’S ZU UNSEREM SPECIAL ZU JOHNS REISE:
John Müller Tour-Special
Eine Woche nach seiner Ankunft in Indien wird John wieder in Stuttgart erwartet. Zunächst steht ein Nachsorgetermin im Klinikum Stuttgart an – bei dem Ärzte- und Pflegeteam, das sein Leben gerettet hat. Interviews, unter anderem mit dem SWR-Fernsehen, stehen auf seinem Plan.
Am Mittwoch, 19. August 2026, um 20 Uhr kommt John dann ins Atelier am Bollwerk. Gemeinsam mit der Children Cancer Foundation (CCF) lädt EchtStuttgart zur Welcome-Party „Mut kennt keine Grenzen“ ein.
John wird von seiner Reise erzählen. Dazu gibt es beeindruckende Videoaufnahmen auf großer Leinwand. Moderiert wird der Abend von Mustafa Göktas aus dem EchtStuttgart-Team, musikalisch begleitet von Babs Steinbock. Auch Johns behandelnder Arzt sowie etliche Pflegerinnen und Pfleger sowie weitere Mitarbeiter des Klinikums haben sich angemeldet. Ein besonderer Dank geht an Simon Erasmus, den Chef des Ateliers im Bollwerk, der die Veranstaltung kurzfristig möglich gemacht, ohne dabei etwas verdienen zu wollen, und der dafür das vorgesehene Kinoprogramm verschoben hat.
Kommt alle!
Atelier am Bollwerk (Arthaus-Kino)
Hohe Straße 26, 70176 Stuttgart
Mittwoch, 19. August 2026
Beginn: 20:00 Uhr
Eintritt: 12 Euro – ein Teil davon fließt in Johns Spendenzweck.
Tickets für die Welcome-Party sichern
Vielleicht sind es am Ende nicht allein die 8000 Kilometer, die diese Reise so besonders machen.
Vielleicht ist es die Geschichte dahinter.
Ein Mann überlebt Krebs. Er kämpft sich zurück ins Leben. Und statt sich zurückzuziehen, steigt er auf sein Fahrrad und fährt von Berlin bis zum Taj Mahal, um anderen Krebspatientinnen und Krebspatienten Mut zu machen.
15 Länder. Rund 8000 Kilometer. Ein Ziel. Und eine Botschaft: Mut kennt keine Grenzen.
John, wir von EchtStuttgart freuen uns riesig, dass du dein Ziel erreicht hast. Wir haben drei Monate mitgefiebert.
Wir gratulieren dir von Herzen!
Du hast nicht nur den Taj Mahal erreicht. Du hast unterwegs Menschen inspiriert, Hoffnung gegeben und gezeigt, dass man auch nach den dunkelsten Zeiten wieder aufbrechen kann.
Willkommen zurück in Stuttgart, John. Wir freuen uns auf dich
Uwe Bogen, Redaktionsleiter von EchtStuttgart, Buchautor und Stuttgart-Kenner, gilt seit vielen Jahren als einer der bestvernetzten Journalisten Stuttgarts. Immer wieder bringt er Hintergründe ans Licht, lange bevor sie öffentlich bekannt werden. Seine Fans schätzen seinen unverwechselbaren Schreibstil und seine Stuttgart-Liebe. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, studierte er in Tübingen und ist seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Als Reporter prägt er seit vielen Jahren die publizistische Landschaft in Stuttgart. Uwe Bogen ist Autor von bisher 21 Büchern, Mitherausgeber des Lokalteil-Verlags sowie Initiator des Geschichtsprojekts Stuttgart-Album.
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