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Mode für die Königsklasse

Champions-League-Look aus Stuttgart: Winni Klenk macht den VfB europafein


Uwe Bogen ·8. September 2026 ·5 Min. Lesezeit News

Vom Kleinen Schlossplatz in die Champions League: Abseits-Chef Winni Klenk hat sich einen Traum erfüllt und seinen VfB für Europas große Fußballbühne ausgestattet. Mit EchtStuttgart spricht er über seine Kleiderwahl – und einen Look, der Stil und Selbstbewusstsein ausstrahlt, ohne dick aufzutragen.

VfB-Chef Alex Wehrle (links) und Modemann WInni Klenk geben im neuen Europa-Outfit des VfB ein Interview dem Streamingskanal des Vereins. Foto: Maks Richter

Wenn die Profis des VfB Stuttgart in dieser Saison zu ihren Champions-League-Spielen durch Europa reisen, machen sie schon vor dem Anpfiff eine gute Figur – stilsicher und ziemlich cool. Stuttgart kann stolz darauf sein. Dunkelblaues Sakko, weißes Shirt oder Polo, schmale Jeans und lässige Sneaker: Das neue Reise-Outfit verbindet internationale Designermode mit Cannstatter Selbstbewusstsein. Hochwertig, aber nicht angeberisch. Elegant, aber trotzdem bequem.

Dahinter steckt Winni Klenk, Chef des Modegeschäfts Abseits am Kleinen Schlossplatz. Für den Stuttgarter Trendscout  geht mit dem Projekt ein ganz persönlicher Wunsch in Erfüllung. „Einmal im Leben“, sagt Winni im Gespräch mit EchtStuttgart, habe er den VfB ausstatten wollen. Jetzt hat es sogar für den Top-Wettbewerb geklappt. 

Eine Seltenheit im inhabergeführten Einzelhandel

 „Richtig teuer“ sei die Aktion geworden, erzählt der Abseits-Chef. Seit mehr als 40 Jahren führt Winni Klenk seinen Store mitten in der City  – eine Seltenheit im inhabergeführten Einzelhandel. Globale Ketten prägen längst die Königstraße. Winni hält am Kleinen Schlossplatz auf rund 400 Quadratmetern dagegen – mit einem Gespür für Trends, vor allem für das, was viele Jahre hält und trotzdem nicht aus der Mode kommt. Die Jeans für den VfB gibt es in zwei verschiedenen Passformen: Eng und nicht ganz so eng. Mit ganz weitem Schlag, was angeblich Trend ist, gibt es sie nicht. 

Und nun also Champions League.

Geholfen hat Winni dabei eine Verbindung, die seit einem Vierteljahrhundert besteht. Solange arbeitet er schon mit dem Luxuslabel DSQUARED2 zusammen.

Steht ihm gut: VfB-Chef Alex Wehrle im Reiseoutfit für die Champions League. Foto: Maks Richter

Jeans, T-Shirt, weißes Polo, Parka und Schuhe stammen von DSQUARED2. Die Teile der exklusiven Kollektion wurden eigens für das Projekt in limitierter Edition nach Stuttgart geschickt. Das hochpreisige Luxuslabel wurde 1994 von den kanadischen Zwillingsbrüdern Dean und Dan Caten in Mailand gegründet.  Die Jeans werden mit speziellen Details in Italien hergestellt, was eine hohe Materialqualität und eine präzise Verarbeitung des schweren Denim-Stoffs garantiert. Da ist nichts made in Fernost

Limitiert ist die VfB-Kollektion auf 150 Stück je Kleidungsstück

Am Donnerstag soll die Champions-League-Garderobe an Mannschaft und Staff ausgegeben werden – einen Tag nach dem ersten Heimspiel des VfB in der Königsklasse. Der 9. September, an dem gegen die Norweger gespielt wird, ist für den Verein ein ganz besonderes Datum. Denn am 9. September 1893 wurde der VfB offiziell gegründet. 

Beim Sakko übernimmt Winni Klenk selbst

Für das Sakko ist Winni Klenk selbst verantwortlich. Der Stuttgarter Modemann ließ das dunkelblaue Jackett eigens anfertigen – ebenfalls 150 Exemplare. Das Sakko ist das Herzstück des neuen Looks: elegant, körpernah und modern geschnitten, aber weit entfernt vom klassischen Businessanzug.

Auch Winni Klenk macht im VfB-Outfit eine gute Figur. Foto: Maks Richter
Die Schuhe für den VfB für die Europareise. Foto: Maks Richter

Elegant, lässig – und ziemlich cool

Der besondere Reiz des Outfits liegt im Stilbruch. Das dunkelblaue Sakko bringt die Eleganz mit, die man von einer Mannschaft auf Champions-League-Reisen erwartet. Die Jeans nimmt dem Ganzen gleichzeitig jede Steifheit.

Aus einiger Entfernung wirkt die Kombination aus dunkelblauem Sakko und dunklem Denim beinahe wie ein moderner Anzug. Erst beim genaueren Hinsehen erkennt man den bewussten Bruch zwischen klassischer Schneiderkunst und lässiger Freizeitmode.

Das weiße T-Shirt macht den Look jung und minimalistisch. Das weiße Polo wiederum schlägt die Brücke zur Sportwelt und wirkt etwas angezogener. Die Krawatte bleibt im Schrank.

Dazu kommen weiße Sneaker mit roten Details und heller Gum-Sohle. Die roten Akzente stellen ganz nebenbei die Verbindung zum VfB her, ohne dass die Mannschaft von Kopf bis Fuß in Vereinsfarben auftreten muss.

Keine steife Vereinsuniform

Das Sakko gibt dem Outfit eine klare Silhouette, die Jeans hält es jung und lässig. Shirt und Polo setzen einen frischen Kontrast zum dunklen Blau. Der Parka vervollständigt die Garderobe für Flughäfen, Busfahrten und kühlere Abende auf den Reisen durch Europa.

Winni Klenk mit unserem Autor Uwe Bogen (rechts). Foto. Klaus Schnaidt

Anprobe bei Abseits vor dem ersten Heimspiel

Bevor die neue Garderobe mit dem VfB durch Europa reist, muss sie natürlich sitzen. Deshalb stand bereits vor dem ersten Champions-League-Heimspiel die Anprobe bei Klenk an – damit Zeit bleibt für, falls nötig, Nachbesserungen.

Am Mittwoch empfängt der VfB in der MHP Arena den norwegischen Club Viking Stavanger. Auf dem Rasen zählt dann natürlich wieder das Trikot. Für die Reisen bekommt die Mannschaft dann mit der neuen Garderobe einen Auftritt, der zur großen europäischen Bühne passt.

Und spätestens beim ersten Auswärtsspiel in Bratislava wird der neue Look genau dort zu sehen sein, wofür er geschaffen wurde: auf dem Weg zum Flughafen, beim Einsteigen in den Flieger, bei der Ankunft im Teamhotel und rund um das Champions-League-Stadion.

Die gute Nachricht für VfB-Fans

Doch die Geschichte hat noch einen besonderen Nebeneffekt für modebewusste VfB-Anhänger. Denn von den jeweils 150 Teilen gehen lediglich 65 an Mannschaft und Staff des VfB. Die übrigen Stücke darf Winni Klenk bei Abseits am Kleinen Schlossplatz verkaufen.

VfB-Fans können künftig genauso cool durch Stuttgart laufen wie die Profis auf ihren Reisen durch Europa.

Ganz günstig dürfte das Vergnügenicht werden. Schließlich stammt ein Großteil der Kollektion von DSQUARED2 – Luxusmode hat ihren Preis. Klenk selbst sagt über das Projekt, es sei „richtig teuer“ geworden.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Die neue Garderobe ist hochwertig, modern und angenehm zurückhaltend. Keine riesigen Vereinswappen, kein Rot-Weiß von Kopf bis Fuß, kein steifer Anzug. Internationaler Mode-Appeal trifft schwäbisches Understatement.

Doch, lieber VfB: Gut aussehen allein reicht natürlich nicht. In der Champions League müssen die Spieler vor allem im Trikot eine gute Figur machen. Und daran zweifelt in Stuttgart derzeit wohl kaum jemand. Die Stadt freut sich riesig auf die Rückkehr in die Königsklasse – stilsicher auf der Reise, leidenschaftlich auf dem Platz.

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Uwe Bogen, Redaktionsleiter von EchtStuttgart, Buchautor und Stuttgart-Kenner, gilt seit vielen Jahren als einer der bestvernetzten Journalisten Stuttgarts. Immer wieder bringt er Hintergründe ans Licht, lange bevor sie öffentlich bekannt werden. Seine Fans schätzen seinen unverwechselbaren Schreibstil und seine Stuttgart-Liebe. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, studierte er in Tübingen und ist seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Als Reporter prägt er seit vielen Jahren die publizistische Landschaft in Stuttgart. Uwe Bogen ist Autor von bisher 21 Büchern, Mitherausgeber des Lokalteil-Verlags sowie Initiator des Geschichtsprojekts Stuttgart-Album.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Eine Seltenheit im inhabergeführten Einzelhandel
  2. Beim Sakko übernimmt Winni Klenk selbst
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  4. Keine steife Vereinsuniform
  5. Anprobe bei Abseits vor dem ersten Heimspiel
  6. Die gute Nachricht für VfB-Fans

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