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Die Downhill-Weltelite kommt

Stuttgart im Rennfieber: Cerro Abajo rückt näher – alle wichtigen Infos bei uns


Uwe Bogen ·31. August 2026 ·4 Min. Lesezeit News

Noch vier Tage bis zum Downhill-Spektakel – und das Rennfieber steigt. EchtStuttgart liefert im Special Videos, Zeiten und alle wichtigen Infos zu Cerro Abajo. Und wir waren schon vor dem Start am Teehaus: Dort ist die Vorfreude deutlich zu spüren – am Sonntag aber bleibt es zum Finale für die Öffentlichkeit geschlossen.

Der Startpunkt oberhalb des Teehauses steht. Foto: Uwe Bogen

Wer in diesen Tagen zum Teehaus im Weißenburgpark kommt, merkt schnell: Hier braut sich etwas zusammen. Mountainbiker fahren den Berg hinauf, Rennradfahrer machen einen Zwischenstopp, Familien, Spaziergänger und Neugierige bleiben stehen. Junge wie Alte wollen sehen, wo am kommenden Wochenende einige der besten Urban-Downhill-Fahrer der Welt ins Rennen gehen.

Und dann ist da diese Aussicht. Von hier oben liegt Stuttgart einem zu Füßen. Der Blick reicht über den Kessel, über Dächer, Hänge und die Innenstadt – eine ziemlich geniale Kulisse für den Start eines Rennens, bei dem genau diese Topografie zur Hauptdarstellerin wird.

Der Startpunkt von Red Bull Cerro Abajo ist bereits weitgehend aufgebaut. Gitterstäbe sichern den Bereich, betreten darf ihn derzeit niemand. Ein Lastwagen mit weiterem Material fährt rückwärts hoch zur Plattform, das ist Millimeterarbeit. 

Red Bull Stuttgart Cerro Abajo

Die besten Fahrer der Welt werden am Wochenende von hier oben 130 Höhenmeter  hinunterjagen – über Treppen, Straßen und eigens aufgebaute Hindernisse bis zum Wilhelmsplatz. Der Sponsor behauptet bereits seit 1987: „Red Bull verleiht Flüüüügel.“  Viele Athleten rasen aber auch so, als hätten sie Flügel. 

Ein bisschen wie beim Skirennen auf dem Berg

Rund um das Teehaus herrscht schon jetzt eine eigentümliche Mischung aus normalem Parkbetrieb und großer Sportveranstaltung. Ein bisschen ist es wie bei einem Skirennen oben am Berg: Die Strecke ist vorbereitet, die ersten Absperrungen stehen, aber noch nicht alle Sportler und Fans begutachten einzelne Passagen – und überall wird gefachsimpelt.

Vor allem die jungen Mountainbiker wissen ziemlich genau, was sie da vor sich haben. Sie erklären Freunden oder Eltern, worauf es ankommt: Welche Linie würden die Profis nehmen? Wo wird es richtig schnell? Wo technisch schwierig? Und wie landet man nach einem solchen Sprung wieder sicher?.

Hier geht's los, dann über die Treppen am Teehaus vorbei. Foto: Uwe Bogen

„Kann man bei Ihnen einen Tisch reservieren?“

Auch der Wirt des Teehauses spürt die wachsende Vorfreude. Eine Frage werde ihm derzeit immer wieder gestellt: Kann man für Sonntag einen Tisch reservieren und von hier aus das Finale verfolgen?

Die Antwort dürfte manchen enttäuschen: Nein.

Beim Finallauf am Sonntag ist das Gelände rund um das Teehaus für die Öffentlichkeit gesperrt. In diesen Bereich kommen nur geladene Gäste von Red Bull. Der normale Gastronomiebetrieb des Teehauses ruht währenddessen. Auch das Catering für die Veranstaltung übernimmt nicht das Teehaus selbst, sondern eine externe Gastrofirma.

Für den Wirt bedeutet das zwar, dass er an einem Wochenende mit Tausenden Besuchern keinen normalen Betrieb machen kann. Ganz leer geht er allerdings nicht aus: Für die Nutzung des Bereichs erhält er eine entsprechende Miete.

Stuttgart kann steil – auch auf zwei Rädern

Dass ausgerechnet Stuttgart Schauplatz eines solchen Rennens wird, hat seinen besonderen Reiz. Denn Radfahren in dieser Stadt bedeutet etwas anderes als in vielen anderen deutschen Großstädten. Stuttgart ist eben nicht flach. Wer mit dem Rad unterwegs ist, muss Höhenmeter akzeptieren – oder sogar lieben.

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Die Kessellage, die im Alltag häufig als Problem beschrieben wird, wird für Cerro Abajo zum großen Vorteil. Wo andere Städte mühsam eine spektakuläre Downhill-Strecke konstruieren müssten, bringt Stuttgart einen beträchtlichen Teil davon von Natur aus mit: steile Straßen, Treppen, Stäffele und große Höhenunterschiede auf kurzer Distanz.

Das gilt allerdings auch für den ganz normalen Radverkehr. Wer ohne E-Antrieb aus dem Kessel in die Halbhöhen fährt, braucht Kondition. Zugleich haben E-Bikes und Pedelecs die Stuttgarter Hügel für sehr viel mehr Menschen fahrbar gemacht.

Cerro Abajo zeigt nun die extreme, spektakuläre Seite dieser Topografie.

Das Teehaus bleibt am Sonntag während des Rennens für die Öffentlichkeit geschlossen. Foto: Uwe Bogen
Die Rennstrecke vom Teehaus bis zum Wilhelmsplatz.

Macht das Spektakel Stuttgart zur Fahrradstadt?

Ob ein Downhill-Rennen dazu beiträgt, das Fahrrad in Stuttgart noch populärer zu machen, wird sich kaum messen lassen. Urban Downhill und der tägliche Weg mit dem Rad zur Arbeit oder zur Schule sind schließlich zwei sehr unterschiedliche Dinge.

Aber Großveranstaltungen können Bilder verändern. An diesem Wochenende wird nicht darüber gesprochen, dass Stuttgart fürs Radfahren zu steil ist. Im Gegenteil: Plötzlich sind genau diese Hügel das Kapital der Stadt.

Und vielleicht bleibt von den spektakulären Bildern auch etwas für den Fahrradalltag hängen. Kinder und Jugendliche sehen internationale Profis auf Mountainbikes. Menschen, die mit Radsport wenig anfangen können, erleben, was auf zwei Rädern möglich ist. Aber auch hier gilt: Nicht alles nachmachen! Die Stäffele sind gesperrt für die Rennfahrer – im Alltag nicht, da können immer Spaziergänger überraschend auftauchen.

Ob deshalb am Montag mehr Menschen mit dem Rad zur Arbeit fahren? Vermutlich nicht sofort. Aber um das Fahrrad mit Geschwindigkeit, Können, Abenteuer und Begeisterung zu verbinden, dürfte es kaum eine spektakulärere Werbung geben.

Lest alle wichtigen Infos im Special von EchtStuttgart

Das Rennfieber in Stuttgart steigt.

EchtStuttgart begleitet Red Bull Cerro Abajo mit einem großen Special: mit dem kompletten Zeitplan, Informationen zur Strecke und zu den besten Zuschauerplätzen sowie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Rennwochenende am 5. und 6. September.

Hier geht's hoch zum Start. Foto: Uwe Bogen
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Uwe Bogen, Redaktionsleiter von EchtStuttgart, Buchautor und Stuttgart-Kenner, gilt seit vielen Jahren als einer der bestvernetzten Journalisten Stuttgarts. Immer wieder bringt er Hintergründe ans Licht, lange bevor sie öffentlich bekannt werden. Seine Fans schätzen seinen unverwechselbaren Schreibstil und seine Stuttgart-Liebe. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, studierte er in Tübingen und ist seiner Heimatstadt bis heute eng verbunden. Als Reporter prägt er seit vielen Jahren die publizistische Landschaft in Stuttgart. Uwe Bogen ist Autor von bisher 21 Büchern, Mitherausgeber des Lokalteil-Verlags sowie Initiator des Geschichtsprojekts Stuttgart-Album.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Ein bisschen wie beim Skirennen auf dem Berg
  2. „Kann man bei Ihnen einen Tisch reservieren?“
  3. Stuttgart kann steil – auch auf zwei Rädern
  4. Macht das Spektakel Stuttgart zur Fahrradstadt?
  5. Lest alle wichtigen Infos im Special von EchtStuttgart

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