45. Ausgabe des Traditionsfests
Vom 18. bis 20. September verwandelt sich Vaihingen zum 45. Mal in eine Bühne für Kunst, Genuss und Musik. Mit Kreativmeile, 18 Gastro-Ständen, verkaufsoffenem Sonntag und einem Line-up von Frühschoppen bis Headliner Prof. Alban & die Heimleuchter zeigt der Vaihinger Herbst, warum er zu den beliebtesten Stadtteilfesten der Region zählt.
Wenn der Vaihinger Markt für ein Wochenende zur Kreativmeile wird und aus der Pavillonbühne vier Jahrzehnte Musikgeschichte schallen, ist in Stuttgart-Vaihingen wieder Herbstzeit. Zum 45. Mal lädt der Verbund Vaihinger Fachgeschäfte e.V. (VVF) vom Freitag, 18. September, bis Sonntag, 20. September 2026, zum Vaihinger Herbst ein – einem der traditionsreichsten und, gemessen an den rund 25.000 Besucherinnen und Besuchern der vergangenen Jahre, auch einem der größten Stadtteilfeste der Region.
Was den Vaihinger Herbst besonders macht: Er lebt komplett vom ehrenamtlichen Engagement. Rund um Vaihinger Markt, Bezirksrathaus und SchwabenGalerie entsteht drei Tage lang ein Erlebnisraum aus Kunsthandwerk, Kulinarik, Kinderprogramm und Live-Musik – organisiert von Menschen, die ihren Stadtbezirk einfach feiern wollen.
Die Geschichte des Vaihinger Herbst ist eng mit der Geschichte des Vaihinger Markts verknüpft. Seine erste feste Form erhielt der Platz bereits 1905 mit dem Bau des Vaihinger Bezirksrathauses. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägten jahrzehntelang provisorische Bauten und ältere Bauernhäuser das Bild, bis in den 1980er-Jahren eine umfassende Sanierung den Markt mit Blockrandbebauung, Innenhof und Tiefgarage komplett neu ordnete. Im Zuge dieser Neugestaltung schlossen sich die ansässigen Geschäftsleute 1980 zum Verbund Vaihinger Fachgeschäfte e.V. zusammen – mit dem Ziel, den neuen Standort gemeinsam zu beleben und bekannt zu machen. Der Vaihinger Herbst war von Beginn an eines der zentralen Projekte dieser jungen Werbegemeinschaft und hat sich seither, Jahr für Jahr rein ehrenamtlich organisiert, zu einem festen Termin im Kalender ganz Vaihingens entwickelt. 2026 feiert das Fest nun bereits seine 45. Ausgabe.
Auf der Kreativmeile rund um den Vaihinger Markt zeigen Künstlerinnen, Kunsthandwerker und Kreative aus dem gesamten süddeutschen Raum, was sie können – von Aquarellkunst über handgeschmiedete Klangschalen bis zu Upcycling-Objekten aus alten CDs. VVF-Vorstand Ingo Vögele bringt das Prinzip dahinter auf den Punkt: „Wir setzen hier beim VVF mehr auf Klasse denn auf Masse.“
Ein fester Programmpunkt hat sich dabei zu einer kleinen Institution entwickelt: Der Verein Kultur Am Kelterberg Vaihingen e.V. bemalt und gestaltet jedes Jahr aufs Neue leere Konservendosen zu Unikaten. 2026 lautet der Titel der Aktion „Kunst hat kein Verfallsdatum“ – rund 70 Dosen werden zum Stückpreis von 15 Euro verkauft, der Erlös fließt zurück in Kunstprojekte im Vaihinger Stadtgebiet.
Geöffnet ist die Kreativmeile am Samstag von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.
18 Gastronomiebetriebe und Stände sorgen dafür, dass beim Vaihinger Herbst niemand hungrig nach Hause geht: von schwäbischer Dinnete aus dem Holzofen über Sushi-Kreationen und indische Currys bis zu Kässpätzle und frisch gebrannten Mandeln. Auch bei den Getränken ist die Bandbreite groß – vom Bio-Bier aus Vaihingen bis zum griechischen Ouzo ist praktisch alles vertreten, was ein spätsommerliches Fest verlangt.
Der Sonntag, 20. September, ist gleichzeitig verkaufsoffener Sonntag: Von 13 bis 18 Uhr öffnen die Fachgeschäfte rund um den Vaihinger Markt und in der SchwabenGalerie ihre Türen – in der Galerie gibt es dazu kostenfreies Parken. Zwei Aktionen stechen heraus: Am Stand des Körperformen Studios kann man kostenlos und ohne Anmeldung seinen BioAge-Quickcheck machen lassen, und bei Karambole Feinkost gibt es heimische Äpfel direkt vom Erzeuger aus Marbach für 1,99 Euro pro Kilo. In der SchwabenGalerie sorgt zudem eine Kooperation mit Antenne 1 für Familienprogramm – inklusive Mal-Station mit individuellem Button und einer Fotobox für Erinnerungsfotos.
Musikalisch deckt der Vaihinger Herbst auf der Pavillonbühne am Vaihinger Markt drei Tage lang ein breites Spektrum ab – von Jazz und Big-Band-Sound bis Pop, Rock und Schlager:
Freitag, 18. September
Ab 18.30 Uhr eröffnet DJ Jalmar gemeinsam mit Sängerin Nadine Stockmann die vier Jahrzehnte umspannende „Hit-Zeitreise“ durch 70er-, 80er-, 90er- und 2000er-Jahre.
Samstag, 19. September
Der Tag startet um 13 Uhr mit dem MMC Jazz Workshop, gefolgt von Goku, Sonja & Shanshan sowie der jungen Cover-Band Elephant in the Room. Am Nachmittag (16–18 Uhr) tritt mit David Hanselmann eine echte Legende auf: Der deutsch-amerikanische Rock- und Soulsänger tourte einst mit UFO, Colosseum II und den Bee Gees, schrieb die WM-Hymne „Go Get the Cup“ und meisterte 2013 bei „The Voice of Germany“ ebenso wie später einen lebensbedrohlichen Krebsverlauf. Ab 19 Uhr übernehmen die Headliner Prof. Alban & die Heimleuchter mit einer Bläsersatz-Party-Show voller Klassiker wie „I Will Survive“ und „Fürstenfeld“.
Sonntag, 20. September
Der verkaufsoffene Sonntag startet um 11 Uhr mit einem Frühschoppen der MVR BigBand, gefolgt vom Saxofon-Ensemble SAXOFUN, der Indie-Acoustic-Pop-Band Fräulein Calla und zum Abschluss ab 17.30 Uhr dem Duo DU&ER mit Songs und Balladen.
Kinder-Karussell, Hüpfburg, Pedalo-Parcours, Bungee-Trampolin, Mal- und Kreativangebote sowie eine Rundfahrt mit der Stuttgarter Bimmelbahn runden das Programm für die jüngsten Besucherinnen und Besucher ab.
Manuel Kloker ist der Mann, der Geschichten eine Form gibt. Als interdisziplinärer Designer denkt er in Bildern, oft bevor andere überhaupt die passenden Worte gefunden haben – und genau das prägt seine Arbeit für EchtStuttgart. Geboren 1981 im Schwarzwald, fand Manuel Kloker seinen Weg nach Stuttgart und ist der Stadt seither eng verbunden. Besonders sichtbar wird das im Stuttgart-Album: Gemeinsam mit Uwe Bogen, mit dem er später auch zum Lokalteil Verlag stieß, hat er die Konzepte entwickelt und dem Mitmach-Projekt sein unverwechselbares Gesicht gegeben. Für EchtStuttgart bringt Manuel Kloker genau diese Mischung ein: den Blick fürs Bild, die Lust am Machen und ein feines Gespür dafür, wie Stuttgart gesehen werden will.
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