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Über 1000 Tannen, beheizte Sitzplätze unter Lichterketten und außergewöhnliche Heißgetränke: Seit dem vergangenen Wochenende verwandelt der Punschwald den Berliner Platz in einen winterlichen Treffpunkt. EchtStuttgart hat sich im innerstädtischen Nadelwäldchen umgesehen, um selbst zu testen, ob der neue Standort ebenso viel Gemütlichkeit ausstrahlt wie sein Vorgänger am Feuersee.
Die Temperaturen passen inzwischen perfekt zum Start in die Punsch- und Glühweinsaison. Während es draußen zunehmend frisch wird, öffnete am vergangenen Wochenende der Stuttgarter Punschwald erstmals seine Tore auf dem Berliner Platz. Zwischen Lichterglanz, Tannenduft und dampfenden Heißgetränken entstand dort ein winterlicher Treffpunkt, der zum entspannten Verweilen mitten in der City einlädt. Zum Auftakt wurde am Freitag und Samstag aber erst einmal gemeinsam mit dem STR.711.Wintermarkt und DJ-Sound Party gemacht.
Wer den Punschwald betritt, könnte für einen Moment vergessen, dass er sich mitten im Stuttgarter Stadtzentrum befindet. Mehr als 1000 Tannen verwandeln die Fläche zwischen der Liederhalle, dem Bosch-Areal und den Stadtbahn-Haltestellen Berliner Platz in ein verwinkeltes Winterwäldchen. Statt der gewohnten Rasenfläche bedecken tonnenweise Holzschnitzel den Boden, die den Duft nach Wald zusätzlich verstärken. Dazu kommen stimmungsvolle Beleuchtung, Feuerstellen und mehrere kleine Anlaufpunkte, an denen sich Besucher mit Essen und Getränken versorgen können.
Die Tannen stammen aus einer bayerischen Baumschule. Es handelt sich um Bäume, die aufgrund ihres Wuchses oder ihrer lichten Äste nicht den Anforderungen an klassische Weihnachtsbäume entsprechen. Bevor sie im Schredder gelandet wären, erhalten sie im Punschwald nun die Chance, Winterstimmung zu verbreiten, indem sie die namensgebende Waldkulisse bilden.
Tatsächlich gelingt es dem Punschwald auch auf der weitläufigen, offenen Fläche, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Insgesamt 35 überdachte und beheizte Sitzkrippen verteilen sich zwischen den Bäumen. Sie bieten Platz für jeweils bis zu zehn Personen und eignen sich damit auch für größere Runden. Wer einen Besuch mit Freunden, Familie oder Kollegen plant, kann eine der Sitzgruppen vorab reservieren. Gerade für Weihnachtsfeiern hat sich der Punschwald mittlerweile zu einer beliebten Adresse entwickelt.
Eine Besonderheit des neuen Standorts: Der zentrale Weg über den Berliner Platz bleibt für Passanten weiterhin frei zugänglich. Die Waldfläche erstreckt sich auf beiden Seiten des Weges. Durch die verwinkelte Gestaltung und mehrere separate Ausgabestellen kann sich das Publikum gut verteilen – selbst dann, wenn am Abend viel los ist. Von der zentralen Lage profitieren auch Besucher der Liederhalle und des nahegelegenen Kinos sowie spontane Gäste, die auf ihrem Weg von der Innenstadt in Richtung Stuttgart-West vorbeikommen.
Natürlich dreht sich im Punschwald vieles um wärmende Getränke. Passend zum Namen stehen mehr als 15 verschiedene Punschvariationen auf der Karte. Dazu gehören neben klassischen Rezepturen auch besondere Kreationen wie Bombardino, Heiße Marille und Apfelpunsch. Glühwein darf ebenso wenig fehlen wie Hot Aperol. Wer es etwas kräftiger mag, bekommt verschiedene Heißgetränke auch mit einem Schuss.
Darüber hinaus umfasst das Getränkeangebot Weine, Kessler Sekt, Bier von Dinkelacker und unterschiedliche Schnäpse. Auch an alkoholfreien Alternativen mangelt es nicht. Damit dürfte für unterschiedliche Geschmäcker und Gelegenheiten etwas dabei sein – vom gemütlichen Feierabendbesuch mit Kollegen bis zum geselligen Abend mit Freunden.
Auch kulinarisch wird einiges geboten. Auf der Speisekarte stehen unter anderem schwäbische Dinnete, Semmelknödel mit Pilzrahmsoße, herzhafte Gulaschsuppe und die klassische Rote Wurst. Ein besonderer Blickfang ist das Raclette: Dabei wird der geschmolzene Käse direkt vom großen Käselaib auf den Teller gestrichen. Wer lieber etwas Süßes möchte, kann sich belgische Waffeln oder einen Germknödel mit Vanillesoße gönnen.
Der Punschwald findet 2026 bereits zum dritten Mal statt. In den vergangenen beiden Jahren war das Konzept auf dem W&W-Areal am Feuersee zu Hause. Da die Fläche in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung steht und der Umbau des Geländes bevorsteht, musste kurzfristig ein neuer Standort gefunden werden.
Unterstützung bei der Suche gab es von der Stadt Stuttgart. Die Entscheidung fiel schließlich auf den Berliner Platz, der mit seiner zentralen Lage und dem Umfeld aus Kultur, Gastronomie und Innenstadtleben gute Voraussetzungen bietet.
In diesem Jahr gibt es den Punschwald gleich sechsmal in Deutschland. Stuttgart ist dabei gleich mit zwei Standorten vertreten: Neben dem Berliner Platz öffnet am 7. November auch die Fläche am Mailänder Platz beim Einkaufszentrum Milaneo. Außerdem bekommt Sindelfingen erstmals einen eigenen Punschwald. Damit können sich Besucher in der Region an mehreren Orten auf die winterliche Mischung aus Tannenwald, Heißgetränken und herzhaften Spezialitäten freuen.
Wie lange der Punschwald geöffnet bleibt, steht noch nicht endgültig fest. Am Berliner Platz ist der Betrieb aber mindestens bis Anfang 2027 geplant.
📍 Punschwald Berliner Platz
🗺️ Adresse: Berliner Platz, auf der Fläche zwischen der Liederhalle und der Stadtbahn-Haltestelle Berliner Platz, Stuttgart
🕓 Öffnungszeiten: Täglich von 16:16 bis 22 Uhr
📅 Voraussichtliche Dauer: Mindestens bis Anfang 2027
📍 Punschwald Mailänder Platz
🗺️ Adresse: Mailänder Platz beim Milaneo, Stuttgart
🎄 Saisonstart: Samstag, 7. November 2026
Geboren 1980 in Kirchheim unter Teck, heute Stuttgart-Fan aus tiefstem Herzen: Patrick Mikolaj hat aus einer originellen Idee ein echtes Stadtphänomen gemacht. Was der Blogger im Sommer 2012 mit dem Unnützen Stuttgartwissen begonnen hat, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Stuttgart-Projekte in den sozialen Medien. Dieser Erfolg zog weite Kreise: Seine Bücher im Lokalteil Verlag wurden zu regionalen Bestsellern. Zusammen mit Uwe Bogen und Manuel Kloker hat er zuletzt das Buch „Stuttgart – Kleine Geheimnisse einer großen Stadt“ herausgebracht. Mikolaj beschränkt sich nicht auf das geschriebene Wort, so verantwortet er mehrere erfolgreiche Stadtführungen.
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