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Eppli versteigert Schätze aus der Chanel-Ära

Karl, Kult und große Kohle: Stuttgart im Chanel-Fieber


Conny Mertz 3 Min. Lesezeit News

Karl Lagerfeld hätte seine Freude: Stuttgart bekommt eine geballte Ladung Chanel-Glamour! Bei Eppli werden 416 Fashion-Schätze versteigert. EchtStuttgart hat nachgefragt, was sie heute noch kosten. Was sie so begehrt macht, wie man Originale erkennt und warum Chanel bis heute Herzklopfen auslöst.

Luxus-Vintage aus den 1990ern und 2000ern kommt bei Eppli in Stuttgart unter den Hammer. Foto: Eppli

Es gibt Mode. Es gibt Luxus. Und dann gibt es Chanel.

Kaum ein anderes Label schafft es, mit einem einzigen Jäckchen, einer gesteppten Tasche oder einer goldenen Kette so viel auszulösen: Sehnsucht, Selbstbewusstsein und dieses unverwechselbare Gefühl, etwas Besonderes zu tragen.

Am 14. November 2026 wird Stuttgart zum Hotspot für Fashion-Liebhaber und Vintage-Fans. Im Eppli Haus an der Sporerstraße kommen 416 Chanel-Stücke unter den Hammer. Man kann vor Ort mitsteigern oder über das Netz. Darunter spektakuläre Kreationen aus den Neunzigern, ikonische Designs von Karl Lagerfeld und Accessoires mit Kultstatus.

Den Kern der Auktion bildet eine außergewöhnliche Privatsammlung. Viele Stücke sind hervorragend erhalten, manche nahezu ungetragen. Eine Fashion-Zeitreise, die man so nicht alle Tage erlebt.

Als Karl Lagerfeld Chanel richtig cool machte

Chanel war schon vor Karl Lagerfeld eine Legende. Doch als der deutsche Designer 1983 die kreative Leitung übernahm, machte er aus dem traditionsreichen Modehaus eine internationale Fashion-Sensation.

Der klassische Tweed wurde bunter, die Silhouetten frecher, Goldketten zum Statement. Supermodels wie Claudia Schiffer, Naomi Campbell und Carla Bruni präsentierten die Looks auf den großen Laufstegen.

Genau diese Energie kommt jetzt nach Stuttgart: Ein goldfarben schimmernder Mantel, ein knallgelbes Ensemble, extravagante Moon Boots und funkelnde Strass-Gürtel gehören zu den Highlights. Auch Stücke aus der legendären „Barbie-Kollektion“ von 1995 sind dabei.

Sogar ein Design, das Carla Bruni einst auf dem Laufsteg trug, kommt unter den Hammer.

Das ist nicht einfach Secondhand. Das ist tragbare Modegeschichte.

Was ist Vintage-Chanel heute wert?

Wer bei Vintage an günstige Secondhand-Schnäppchen denkt, dürfte bei Chanel überrascht werden. Gut erhaltene Originale aus der Lagerfeld-Ära können heute mehrere Tausend Euro wert sein.

Einige Beispiele aus dem Eppli-Auktionskatalog zeigen, welche Summen für die begehrten Stücke angesetzt werden:

  • Schwarzes Chanel-Kleid aus der Barbie-Kollektion von 1995: 650 bis 4.900 Euro

  • Chanel-Jacke aus dem Jahr 1995: 900 bis 5.000 Euro

  • Chanel-Kostüm von 1994: 650 bis 7.990 Euro

  • Chanel-Jacke von 1997: 650 bis 1.200 Euro

  • Schwarzes Chanel-Maxikleid von 1996: 650 bis 2.490 Euro

  • Gelbe Chanel-Jacke aus der Barbie-Kollektion von 1995: 1.500 bis 8.900 Euro

Entscheidend sind Seltenheit, Zustand und Herkunft. Besonders begehrt sind außergewöhnliche Runway-Designs und Stücke aus legendären Kollektionen. Die genannten Beträge sind Katalogspannen – was tatsächlich bezahlt wird, entscheidet sich erst bei der Auktion.

Das Spannende: Was vor 30 Jahren über die Laufstege von Paris ging, könnte heute in einem Stuttgarter Kleiderschrank landen.

Echt oder Fake? So erkennt man Vintage-Chanel

Bei begehrter Designermode lohnt sich ein genauer Blick. Denn nicht überall, wo Chanel draufsteht, ist auch Chanel drin.

Typisch sind hochwertige Stoffe, präzise Nähte, besondere Knöpfe und aufwendig verarbeitete Details. Auch die Etiketten verraten viel: Je nach Jahrzehnt unterscheiden sich Schriftbilder, Pflegehinweise und Kollektionskennzeichnungen.

Besonders spannend wird es, wenn sich ein Kleidungsstück auf historischen Laufstegfotos wiederfinden lässt.

Katharina Eppli, Mitglied der Geschäftsleitung und Head of Fashion Department, sagt, ihr Haus habe die Stücke sorgfältig recherchiert, dokumentiert und teilweise historischen Runway-Aufnahmen zugeordnet. Auch Änderungen und Gebrauchsspuren sind erfasst.

Wichtig zu wissen: Ein Markenetikett allein beweist noch keine Echtheit. Bei kostspieligen Vintage-Stücken empfiehlt sich immer eine fachkundige Prüfung.

Der Chanel-Effekt: Was macht diese Mode mit Frauen?

Ein Chanel-Jäckchen ist eben nicht einfach nur eine Jacke. Es steht für eine bestimmte Vorstellung von Weiblichkeit: unabhängig, elegant, selbstbewusst und durchaus bereit, Regeln zu brechen.

Schon Coco Chanel revolutionierte die Damenmode, indem sie Frauen mehr Bewegungsfreiheit gab. Karl Lagerfeld ergänzte diese Idee um Glamour, Provokation und eine ordentliche Portion Extravaganz.

Und tatsächlich kann Kleidung beeinflussen, wie wir auftreten. Ein perfekt sitzender Blazer verändert die Silhouette, ein auffälliges Kostüm zieht Blicke auf sich. Ein Vintage-Jäckchen aus den Neunzigern macht selbst Jeans und Sneakers zum Fashion-Statement.

Man muss kein internationaler Fashion-Sammler sein, um die Kollektion zu entdecken. Zahlreiche Stücke sind bereits vor der Auktion im Eppli Haus ausgestellt und können besichtigt werden.

Wer sich verliebt, kann am 14. November vor Ort, telefonisch oder online mitbieten.

Chanel Only – alle Infos

  • Wann: Samstag, 14. November 2026, 11 Uhr

  • Wo: Eppli Haus, Sporerstraße 8, Stuttgart

  • Was: 416 Chanel-Stücke, vor allem aus der Lagerfeld-Ära

  • Mitbieten: Vor Ort, telefonisch oder online

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Conny Mertz

Conny Mertz

Als Podcasterin wird sie viel gehört. Mit „Klartext – Die Wahrheit über Fehler und Mythen in der Hundeerziehung“, den die gebürtige Stuttgarterin mit dem Hundepsychologen Adam Höpfl produziert, ist sie regelmäßig in den Top 20 der meistgehörten Tierpodcasts Deutschlands vertreten. Klare Worte, Tiefgang, Witz und Verständlichkeit sind dabei ihr Markenzeichen. Viele Jahre arbeitete Conny Mertz als Radiomoderatorin, Journalistin und Nachrichtenredakteurin. Ein Berufsalltag geprägt von Stress, wechselnden Schichten, Zeitdruck – sie weiß aus eigener Erfahrung, wie man mit Druck umgeht und handlungsfähig bleibt. Dieses Wissen gibt sie heute weiter: als ausgebildete Reittherapeutin, vor allem an Kinder. Ihr Fundament ist die Musik. An der Musikhochschule Stuttgart studierte sie Klavier und Rhythmik und schloss ihr Studium als Diplom-Musikpädagogin ab. Das geschulte Hören, das feine Gespür für Takt und Zwischentöne prägen ihre Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Als Karl Lagerfeld Chanel richtig cool machte
  2. Was ist Vintage-Chanel heute wert?
  3. Echt oder Fake? So erkennt man Vintage-Chanel
  4. Der Chanel-Effekt: Was macht diese Mode mit Frauen?
  5. Chanel Only – alle Infos

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