Stuttgarter Partyszene
Der neue House Club Park ist im früheren Perkins Park gestartet – und die Betreiber ziehen eine positive Bilanz. Gäste loben Musik und Umbau. Beim großen Opening hört man aber auch: Eine Location dieser Größe, abseits der City und in harten Zeiten für die Clubszene regelmäßig zu füllen, ist eine Ansage. Viele drücken die Daumen.
An den vielen Treppen, die zum Eingang führen, hat sich nichts geändert. Für manche Gäste dürfte sich der Weg in dieser Nacht gleichzeitig neu und ziemlich vertraut angefühlt haben. Der Perkins Park ist jetzt ein House Club und heißt Park, die Tanzfläche wirkt größer, elektronische Musik gibt die Richtung vor. Doch einige Wahrzeichen sind geblieben – darunter der markante Lichtstern und der schwebende Sessel.
Und noch etwas ist geblieben: Wer hier feiern will, kommt ganz bewusst auf den Killesberg. Von der Straße ist der Eingang nicht zu sehen, der Weg führt über die vielen Treppen hinauf. Genau diese besondere Lage gehört zur Geschichte des Parks – und könnte für den Neustart zugleich eine der größten Herausforderungen werden.
Die Veranstalter ziehen nach der ersten Nacht ein positives Fazit. „Wir waren wirklich sehr zufrieden“, sagen sie. Auch der umgebaute Club und das neue Konzept seien bei den Gästen gut angekommen.
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Neben der Musik spielte Kunst eine Rolle. Die Art Installation von Romulo sei auf viel positive Resonanz gestoßen. Musikalisch startete Local Hero ANREY, später übernahm LAZARE aus Frankreich. „ANREY hat die Leute richtig heiß gemacht und LAZARE aus Frankreich hat den Abend für uns musikalisch perfekt abgerundet“, so die Veranstalter.
Nun gehe es darum, auf diesem Start aufzubauen: „Wir freuen uns jetzt auf die nächsten Events und darauf, das Ganze weiterzuentwickeln.“
Auch Gäste nahmen den neuen Park positiv wahr – allerdings mit etwas Anlauf. „Anfangs war nicht viel los, aber später ist es voll geworden“, berichtet ein Besucher. Durch den Umbau wirke der Club deutlich größer.
Gut kam bei ihm an, dass einige bekannte Elemente erhalten geblieben sind. „Es war eine gute Stimmung. Und wir haben die erste Flasche im The Park gekauft“, erzählt er. Sein Blick richtet sich nun auf die nächsten Partys: „Wir sind gespannt, was da noch alles kommt.“
Für DJ ANREY war die Rückkehr an den Killesberg auch persönlich besonders. „Der Perkins Park ist für mich eine echte Stuttgarter Institution und gleichzeitig ein wichtiger Teil meiner eigenen Geschichte.“
Schon als Gast habe er dort viele Nächte erlebt. Zu Beginn seiner DJ-Karriere sei es ein Traum gewesen, irgendwann selbst im Perkins Park aufzulegen. Entsprechend viele Erinnerungen seien beim Weg hinauf zum Eingang zurückgekommen.
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Auch die Mischung des Publikums fiel ihm auf. Neben jüngeren Gästen seien viele Menschen gekommen, die den Perkins Park noch von früher kennen – „teilweise sogar aus der Generation meines Vaters“.
„Insgesamt war es für mich ein sehr gelungenes Opening“, sagt ANREY. Entscheidend werde nun sein, wie sich das Konzept in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt.
Denn neben dem Lob waren auch kritische Stimmen zu hören. Vor dem Eingang bildete sich zeitweise eine lange Schlange, einige Gäste berichteten von längeren Wartezeiten. Drinnen wirkte es dagegen zunächst nicht überall voll.
Das dürfte auch mit dem Umbau zusammenhängen: Die Tanzfläche erscheint nun sehr großzügig und entsprechend fallen freie Bereiche stärker auf. Im Laufe der Nacht füllte sich der Club allerdings zunehmend. Positives Feedback gab es vor allem für die Musik.
Die Frage bleibt, ob es gelingt, eine Location dieser Größe regelmäßig zu füllen – zumal der Park angesichts seines Standortes weit weg von der Innenstadt nicht von Laufkundschaft profitiert.
Umso spannender wird die Frage, ob das neue Konzept genügend Strahlkraft entwickelt, um den Park regelmäßig zu füllen.
Für ANREY ist der Anfang jedenfalls gemacht: „Der Grundstein ist auf jeden Fall gelegt. Das Opening hat gezeigt, dass nach wie vor sehr viel emotionale Verbindung zu diesem Ort besteht.“
Die erste Nacht hat vor allem eines gezeigt: Der alte Perkins Park ist noch in vielen Köpfen. Jetzt muss der neue House Club Park beweisen, dass aus dieser Erinnerung wieder etwas Eigenes entstehen kann.
12. Sep.News
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