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Probenbesuch im Palladium-Theater

Pop-Hits, Power, Party: Warum sich Stuttgart auf das Musical „& JULIA“ freuen kann


Patrick Mikolaj ·15. September 2026 ·3 Min. Lesezeit News

Welthits, Witz und ein Ensemble, das schon bei der Probe am Dienstag vor Energie sprüht: Das Musical „& JULIA“ steht kurz vor der Premiere im Palladium-Theater und macht schon jetzt Lust auf mehr. Warum sich Stuttgart auf die neue Show freuen kann? Weil sie das Zeug zu einer großen Party hat!

Im Probesaal im dritten Stock des Palladium-Theaters: Maximilian Mann, Publikumsliebling als Dschinni bei "Aladdin", spielt in "&Julia" den Shakespeare. Foto: Klaus Schnaidt

Wer bei Shakespeare automatisch an schwere Kost denkt, dürfte bei „& JULIA“ ziemlich schnell staunen. Denn hier wird aus der berühmtesten Liebestragödie der Welt eine ausgelassene, moderne und ziemlich selbstbewusste Musical-Komödie. Nach dem Überraschungserfolg in Hamburg kommt diese Party-Show nun nach Stuttgart.

Die entscheidende Frage: Was wäre eigentlich passiert, wenn Julia nach Romeo nicht gestorben wäre? Wenn sie beschlossen hätte, dass ihr Leben gerade erst anfängt?

Genau daraus entwickelt „& JULIA“ seine Geschichte – und bei der Probe am Dienstag im dritten Stock des Palladium-Theaters wurde schon deutlich, mit wie viel Spielfreude das Stuttgarter Ensemble an diese Sache herangeht. Die Vorfreude ist den Darstellerinnen und Darstellern anzumerken. Sobald die Musik einsetzt, ist Energie im Raum. Und das macht allen Riesenspaß – den Spielenden und den Zuschauenden gleichermaßen. 

Denn diese Musik hat es in sich.

Seit 410 Jahren ist Shakespeare tot – würde er bei „& JULIA“ in Stuttgart mittanzen?

Der Soundtrack bedient sich aus dem riesigen Hit-Katalog von Max Martin, einem der erfolgreichsten Pop-Produzenten und Songwriter überhaupt. Songs, die Britney Spears, die Backstreet Boys, Katy Perry, P!nk oder Bon Jovi zu Welthits gemacht haben, bekommen in „& JULIA“ einen neuen Platz innerhalb der Geschichte.

Das bedeutet: Man sitzt im Musical und kennt erstaunlich viele Songs bereits nach den ersten Takten. „…Baby One More Time“, „It’s My Life“ oder „I Kissed a Girl“ gehören zu einem Abend, der sich stellenweise eher wie eine große Pop-Party als wie ein klassisches Musical anfühlt.

Und genau darauf scheint das Ensemble richtig heiß zu sein. Bei der Probe war bereits zu erahnen, wie viel Spaß diese Nummern entwickeln können, wenn Kostüme, Licht, Choreografie und das komplette Bühnenbild dazukommen.

HIER EINE SZENE VON DER PROBE:

Die Darsteller wirbeln durch den Saal bei der Probe im Palladium. Foto: Klaus Schnaidt
Hauptdarsellerin Sabrina Weckerlin bei der Probe am Dienstag. Foto: Klaus Schnaidt

Maximilian Mann wird zu Shakespeare

Mitten in diesem wilden Spiel steckt ausgerechnet William Shakespeare höchstpersönlich. In Stuttgart übernimmt Maximilian Mann die Rolle des berühmten Dichters.

Shakespeare ist in „& JULIA“ allerdings keine ehrfürchtig behandelte historische Figur. Er wird selbst Teil der Geschichte – und muss erleben, dass seine Julia möglicherweise ganz andere Vorstellungen davon hat, wie ihre Geschichte weitergehen soll.

Damit bekommt das Musical seinen besonderen Witz: Shakespeare trifft auf moderne Popkultur, Romeo und Julia werden neu gedacht und aus einem der bekanntesten tragischen Stoffe der Literaturgeschichte wird ein Abend über Selbstbestimmung, Liebe und zweite Chancen.

Im Zentrum steht natürlich Julia. In Stuttgart wird sie von Sebeya (Rita Sebeh) gespielt. Jonathan Guth ist als Romeo zu erleben. Zum Ensemble gehören außerdem unter anderem Sabrina Weckerlin als Anne Hathaway, Ibi als May, Esmael Agostino als François, Jacqueline Braun als Angelique und Carlos de Vries als Lance.

Hamburg hat gezeigt, dass das Konzept funktioniert

Dass diese ungewöhnliche Mischung beim Publikum ankommt, hat „& JULIA“ bereits in Hamburg bewiesen. Dort entwickelte sich das zunächst noch wenig bekannte Musical nach seiner Deutschlandpremiere 2024 zum Publikumserfolg. Bis zum Ende der Hamburger Spielzeit Anfang 2026 sahen rund eine halbe Million Menschen die Show.

Nun soll Stuttgart die nächste „& JULIA“-Stadt werden.

 

Die Anweisungen kommen von oben von der Leiter. Foto: Klaus Schnaidt
Sebeya spielt Julia Foto: Klaus Schnaidt

Und nach dem Eindruck der Probe könnte das ziemlich gut funktionieren. Denn das Entscheidende an dieser Show lässt sich schon jetzt erkennen: „& JULIA“ möchte keinen komplizierten Shakespeare-Abend liefern. Es möchte unterhalten.

Mit einer Geschichte, die man kennt und trotzdem neu erzählt bekommt. Mit Darstellern, die sichtbar Spaß an ihren Rollen haben. Und vor allem mit Popsongs, bei denen vermutlich ein großer Teil des Publikums schon nach wenigen Sekunden weiß, was als Nächstes kommt.

Am 8. Oktober feiert „& JULIA“ Premiere im Stage Palladium Theater Stuttgart. Und wenn die Energie aus dem Probenraum auf die große Bühne überspringt, könnte das vor allem eines werden: ein riesiges Vergnügen. Wir freuen uns sehr darauf!

Sängerin Anita Hofmann (Mitte) war Gast bei den Proben. Sabrina Weckerlin (links) sagte, sie sei schon als Kind ihr Fan gewesen. Rechts: Maximilian Mann. Foto: Klaus Schnaidt
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Patrick Mikolaj

Patrick Mikolaj

Geboren 1980 in Kirchheim unter Teck, heute Stuttgart-Fan aus tiefstem Herzen: Patrick Mikolaj hat aus einer originellen Idee ein echtes Stadtphänomen gemacht. Was der Blogger im Sommer 2012 mit dem Unnützen Stuttgartwissen begonnen hat, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Stuttgart-Projekte in den sozialen Medien. Dieser Erfolg zog weite Kreise: Seine Bücher im Lokalteil Verlag wurden zu regionalen Bestsellern. Zusammen mit Uwe Bogen und Manuel Kloker hat er zuletzt das Buch „Stuttgart – Kleine Geheimnisse einer großen Stadt“ herausgebracht. Mikolaj beschränkt sich nicht auf das geschriebene Wort, so verantwortet er mehrere erfolgreiche Stadtführungen.

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  1. HIER EINE SZENE VON DER PROBE:
  2. Maximilian Mann wird zu Shakespeare
  3. Hamburg hat gezeigt, dass das Konzept funktioniert
  4.  

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