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Fridays for Future auf dem Schlossplatz

„So kann es nicht weitergehen“: Hitze-Demo in Stuttgart für konsequenten Klimaschutz


Patrick Mikolaj ·23. August 2026 ·2 Min. Lesezeit News

Auf dem Stuttgarter Schlossplatz haben am Sonntagabend mehrere Hundert Menschen für konsequenten Klimaschutz und besseren Hitzeschutz demonstriert. Fridays for Future hatte dazu aufgefordert und fordert schnelle Maßnahmen.

Fridays for Future hatte zu den Hitze-Demo aufgerufen. Foto: Patrick Mikolaj

Zu der Hitzedemo hatte Fridays for Future Stuttgart aufgerufen. Es kamen Menschen von jung bis alt. Die Organisatoren machten deutlich: Die Klimakrise sei längst keine Zukunftsfrage mehr. Die Folgen extremer Hitze seien bereits heute spürbar – mit Auswirkungen auf Gesundheit, Natur und Wirtschaft. In ihrem Aufruf verwiesen sie unter anderem auf hitzebedingte Todesfälle, Waldbrände, Ernteausfälle, Niedrigwasser und die zunehmende Belastung von Krankenhäusern..

Etwa 14.000 hitzebedingte Todesfälle in diesem Jahr

Für diesen Sommer verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI) schätzungsweise rund 14.000 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland (kumulativ bis Kalenderwoche 32/2026). Dies ist ein neuer Höchststand, der frühere Hitzesommer wie das Jahr 2018 (ca. 8.900 bis 9.000 Fälle) deutlich übertriff

Fridays for Future kritisierte zugleich den politischen Umgang mit der Klimakrise. Die Bundesregierung verharmlose die Entwicklung und verabschiede weiterhin Gesetze, die der Energiewende schadeten, lautete der Vorwurf.

Die Hitze raubt uns den Sommer: Nichtstun können wir uns nicht mehr leisten!

Gefordert wurden deshalb sowohl konsequenter Klimaschutz als auch konkrete Maßnahmen zur Anpassung an die bereits spürbaren Folgen des Klimawandels. Die Finanzierung des Klimaschutzes müsse deutlich aufgestockt werden, so eine Sprecherin von Fridays for Future bei der Kundgebung. Gelder dürften nicht gekürzt oder für andere Zwecke verwendet werden.

Mediziner warnt vor Folgen für die Gesundheit

Besonders deutlich wurde bei der Kundgebung die gesundheitliche Dimension der Hitze. Ein als Redner auftretender Mediziner sprach über die Gefahren für die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen sowie über die bereits durch Hitze verursachten Todesfälle.

Eine zentrale Forderung des Arztes: Pflegeeinrichtungen, Altersheime und Krankenhäuser müssten mit Klimaanlagen ausgestattet werden. Die Kosten dafür sollten nach seiner Forderung von den Verursachern der Erderwärmung getragen werden – insbesondere von der Wirtschaft. Für diese Forderung gab es nach Angaben von Teilnehmern großen Applaus. Die Gewinner der Krise, allen voran die Gas- und Ölindustrie,  sollten über ihre Gewinne die Klimaanlagen finanzieren.

Foto: Patrick Mikolaj
Foto: Patrick Mikolaj

Mehr Grün für ein heißeres Stuttgart

Fridays for Future fordert  seint längerem mehr Bäume und Grünflächen sowie eine stärkere Entsiegelung von Flächen.

Auch das Prinzip der „Schwammstadt“ spielte dabei eine Rolle. Städte sollen Regenwasser besser aufnehmen und speichern können, statt es möglichst schnell über die Kanalisation abzuleiten. Gleichzeitig müsse der Klimaschutz konsequent weiterverfolgt werden.

Die Botschaft der Demonstrierenden auf dem Schlossplatz war damit zweigeteilt: Stuttgart müsse sich besser auf heißere Sommer einstellen – und zugleich müsse die Politik stärker gegen die Ursachen der Erderwärmung vorgehen.

„Wir brauchen deshalb beides“, so die Veranstalter: konsequenten, sozial gerechten Klimaschutz, der die Ursachen bekämpft, und Hitzeschutz, der Menschen und Städte widerstandsfähiger macht.

Für Fridays for Future Stuttgart ist die Hitzedemo damit auch ein politisches Signal an die Bundesregierung: Die Folgen der Klimakrise seien bereits angekommen. Jetzt müsse gehandelt werden.

Foto: Patrick Mikolaj
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Patrick Mikolaj

Geboren 1980 in Kirchheim unter Teck, heute Stuttgart-Fan aus tiefstem Herzen: Patrick Mikolaj hat aus einer originellen Idee ein echtes Stadtphänomen gemacht. Was der Blogger im Sommer 2012 mit dem Unnützen Stuttgartwissen begonnen hat, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Stuttgart-Projekte in den sozialen Medien. Dieser Erfolg zog weite Kreise: Seine Bücher im Lokalteil Verlag wurden zu regionalen Bestsellern. Zusammen mit Uwe Bogen und Manuel Kloker hat er zuletzt das Buch „Stuttgart – Kleine Geheimnisse einer großen Stadt“ herausgebracht. Mikolaj beschränkt sich nicht auf das geschriebene Wort, so verantwortet er mehrere erfolgreiche Stadtführungen.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Etwa 14.000 hitzebedingte Todesfälle in diesem Jahr
  2. Mediziner warnt vor Folgen für die Gesundheit
  3. Mehr Grün für ein heißeres Stuttgart

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