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Ära endet in der Gastronomie

Stuttgart verliert eine Legende: Vegi Voodoo King schließt nach 31 Jahren


Patrick Mikolaj 1 Min. Lesezeit News

Stuttgarter Vegi-Fans trauern: Eine Kult-Adresse verschwindet. Nach 31 Jahren schließt das legendäre Vegi Voodoo King Mitte November für immer. Generationen von Stuttgartern haben hier ihre Falafel gegessen, ihre Lieblingssoße entdeckt. Jetzt heißt es Abschied nehmen von einem Ort, der für viele ein Stück Heimat ist.

Eine Ära geht zu Ende: Nach 31 Jahren schließt das Vegi. Foto. Instagram/vegi_stuttgart

Seit 1995 gehört das Vegi Voodoo King an der Steinstraße fest zur Stuttgarter Gastro-Szene. Lange bevor vegetarische und vegane Ernährung zum Trend geworden sind,  gab es hier fleischlose Köstlichkeiten:  Falafel, ganz besondere Pommes und eine große Auswahl an Soßen. Besonders die legendäre Schlossplatz-Falafel mit Mango-Chutney dürfte vielen Stuttgarterinnen und Stuttgartern in Erinnerung bleiben.

Nun haben die Betreiber auf Instagram das Ende angekündigt. Nach 31 Jahren soll  Mitte November 2026 Schluss sein. In den Kommentaren liest man, wie beliebt der vegetarische Fastfood war und wie groß das Bedauern nun ist. Manche fragen sich vielleicht sogar: Hätte ich nicht öfter dort essen sollen? Dann wäre der Umsatz besser gewesen?

Mehr als nur ein Falafel-Laden

Für viele Menschen in Stuttgart ist das Vegi weit mehr als ein Imbiss. Ob in der Mittagspause, beim Stadtbummel oder nach einem langen Abend in der Innenstadt – der kleine Laden an der Steinstraße 13 war ein beliebter Anlaufpunkt. Das Vegi mit seinen frittierten Bratlingen aus zerkleinerten Kichererbsen  ein Stück Stuttgarter Stadtkultur geworden. Sogar die Hip-Hop-Gruppe Massive Töne verewigte den Laden in ihrem Song „Mutterstadt“. Die Einrichtung gehört eigentlich ins Stadtpalais, ins Stadtmuseum.

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Warum schließt das Vegi?

Die Entscheidung zur Schließung ist den Betreibern offenbar nicht leichtgefallen. „Die letzten Jahren war nicht einfach“, heißt es in dem Post. Steigende Kosten, immer weniger Kundschaft.  Nach langem Überlegen habe man sich zum Aufhören durchgerungen. Einer, der die Insta-Seite liked, ist Cem Özdemir. „Hat ihm jemand schon Bescheid gegeben?“, fragt ein User. 

Mit dem Vegi Voodoo King verschwindet ein Stück Stuttgarter Gastro-Geschichte. Ein Laden, der seiner Zeit voraus war und über drei Jahrzehnte hinweg Generationen von Stuttgartern begleitet hat.

Wer sich noch einmal seine Lieblingsfalafel holen möchte, hat bis Mitte November Gelegenheit dazu.

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Patrick Mikolaj

Patrick Mikolaj

Geboren 1980 in Kirchheim unter Teck, heute Stuttgart-Fan aus tiefstem Herzen: Patrick Mikolaj hat aus einer originellen Idee ein echtes Stadtphänomen gemacht. Was der Blogger im Sommer 2012 mit dem Unnützen Stuttgartwissen begonnen hat, entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Stuttgart-Projekte in den sozialen Medien. Dieser Erfolg zog weite Kreise: Seine Bücher im Lokalteil Verlag wurden zu regionalen Bestsellern. Zusammen mit Uwe Bogen und Manuel Kloker hat er zuletzt das Buch „Stuttgart – Kleine Geheimnisse einer großen Stadt“ herausgebracht. Mikolaj beschränkt sich nicht auf das geschriebene Wort, so verantwortet er mehrere erfolgreiche Stadtführungen.

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Inhaltsverzeichnis
  1. Mehr als nur ein Falafel-Laden
  2. Warum schließt das Vegi?

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