Dein Viertel
Wähl deinen Bezirk, dann zeigen wir dir Neues von dort zuerst. Gespeichert wird nur in deinem Browser, ganz ohne Konto.
Gerade neu
vor 5 Std.
Heute sollten junge Leute gehört werden – Randale klaut ihnen ihre Stimme
Specials
Mitmachen & Wissen
Rubriken
NewsletterDas Wichtigste aus Stuttgart, kostenlosJugendproteste am Samstag
Vor der Demonstration am Samstag in Stuttgart kursieren auf Instagram Tipps zu Polizeikontrollen und möglichen Festnahmen. Ein Appell des Accounts „gen.z_regelt“: Auch nichts sagen, was einen vermeintlich entlastet. Die bundesweite Bewegung ruft unterdessen zu friedlichem Protest auf.
Die für Samstag angekündigte Gen-Z-Demo hält Stadtverwaltung, Polizei, Einzelhandel und Gastronomie auf Trab. In der Stuttgarter Innenstadt sind die Vorbereitungen der Geschäfte sichtbar. Die Demonstrierenden wiederum organisieren sich über soziale Netzwerke und tauschen dort Hinweise für den Protesttag aus.
Zu den Accounts, die für Samstag zur Teilnahme in Stuttgart aufrufen, gehört „gen.z_regelt“. Dort wurden unter der Überschrift „Wichtige Infos für Samstag – Stuttgart“ mehrere Hinweise veröffentlicht, die Teilnehmer vor, während und nach der Demonstration beachten sollen.
Die Bewegung „Gen Z regelt“ richtet sich ausdrücklich an junge Menschen. Sie fordert unter anderem bessere Schulen, mehr Klimaschutz und Veränderungen in weiteren gesellschaftlichen und politischen Bereichen.
Dabei ruft die bundesweite Gruppierung ausdrücklich dazu auf, gewaltfrei und ohne Vermummung auf die Straße zu gehen.
Nach eigenen Angaben betreut die Initiative die Demonstrationen in Hamburg, Berlin, München, Köln und Frankfurt hauptverantwortlich. Proteste in weiteren Städten, darunter Stuttgart, hätten sich der Bewegung angeschlossen. Für deren Inhalte und Organisation sei die bundesweite Gruppierung allerdings nicht zuständig.
Auf dem Instagram-Account „gen.z_regelt“ finden sich Empfehlungen für die Demonstrierenden in Stuttgart.
„Bildet Gruppen mit euren Freund*innen und geht nicht alleine!“, heißt es dort.
Außerdem sollen sich die Teilnehmer die Telefonnummer eines sogenannten Ermittlungsausschusses (EA) notieren. Dieser soll Unterstützung bieten, falls Demonstrierende festgenommen werden.
Eine weitere Instagram-Folie trägt die Überschrift „Festnahme – und dann?“. Darin werden die Teilnehmer aufgefordert, bei einer Festnahme nichts zu unterschreiben und bei Polizeikontrollen nur die erforderlichen persönlichen Angaben zu machen.
Wer festgenommen werde, solle Freunden Namen und Geburtsdatum mitteilen, damit diese den Ermittlungsausschuss verständigen können.
Besonders deutlich ist die letzte Empfehlung: „Ansonsten: Kein Wort zu den Bullen, auch nicht, was dich vermeintlich entlastet.“
Wer Randale macht, klaut der Jugend ihre Stimme
Die Hinweise zeigen, dass sich die Verfasser des Beitrags auch mit möglichen Polizeimaßnahmen beschäftigen. Ein Widerspruch zum bundesweiten Aufruf zu friedlichen Protesten muss darin allerdings nicht liegen: Solche Verhaltenstipps gehören auch bei anderen Demonstrationen zur Vorbereitung von Teilnehmern.
Auch für die Zeit nach der Demonstration gibt es Hinweise. Die Teilnehmer sollen die Veranstaltung gemeinsam verlassen, nach ihren Freunden schauen und gegenseitig aufeinander aufpassen.
„Passt aufeinander auf“, lautet die abschließende Botschaft.
Die bundesweite Bewegung betont dabei ihren Anspruch auf einen gewaltfreien Protest ohne Vermummung. Auf der Instagram-Seite der Stuttgarter Initiative erscheint dieser Appell nicht.
Und was meint ihr? Sind die Sicherheitsvorkehrungen sinnvoll oder übertrieben? Können die Gen-Z-Proteste politisch etwas bewirken?
EchtStuttgart hat dazu eine Umfrage auf dieser Website bei den Stadtstimmen gestartet. Macht mit und sagt uns eure Meinung!
Wöchentliche Highlights, Events und Insides aus Stuttgart – kostenlos, jederzeit abmeldbar.
Echt Stuttgart wird ehrenamtlich gemacht und ist kostenlos. Damit wir wissen, welche Geschichten ankommen, zählen wir mit Google Analytics, welche Artikel gelesen werden – aber nur, wenn du zustimmst. Werbe- und Social-Media-Cookies setzen wir ebenfalls nur mit deiner Erlaubnis. Du kannst deine Wahl jederzeit über die „Cookie-Richtlinie“ unten auf jeder Seite ändern.