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Patrick Mikolaj

Eckensee

Von Kehrwoche & Gartenschau

3. April 2026

Diese Woche findet die große Kehrwoche im Eckensee vor dem Opernhaus statt. Nachdem das Wasser aus dem etwa 7700 Quadratmeter großen See abgelassen ist, machen sich die Mitarbeitenden der Wilhelma an die Reinigungsarbeiten und entfernen Schlamm, Algen und Unrat. Diese Prozedur findet zweimal im Jahr statt.

Aber warum wird diese Arbeit eigentlich von den Mitarbeitenden der Wilhelma durchgeführt? Sie sind nicht nur für die Pflege der Gartenanlage im zoologisch-botanischen Garten verantwortlich. Da der Zoo im Besitz des Landes Baden-Württemberg ist – ebenso wie der gesamte Schlossgarten –, sind die Gärtner auch für dessen Pflege zuständig, ebenso wie für alle weiteren Stuttgarter Grünflächen, die in Landesbesitz sind.

Den Namen Eckensee verdankt das flache Gewässer seiner kantigen Form. Das lediglich 60 Zentimeter tiefe Wasserbecken wurde 1961 angelegt, als der Obere Schlossgarten zur Bundesgartenschau im „zeitgenössischen Stil“ umgestaltet wurde.

Einen See vor dem Opernhaus gab es jedoch schon lange vor der Gartenbauausstellung. Auch dieser wurde im Volksmund nach seiner Form benannt – Epaulettensee. Bei einer Epaulette handelt es sich um das Schulterstück einer Uniform. Dieses ovale Wasserbecken war – anders als der Eckensee – auf das „Große Haus“ (die Oper) ausgerichtet und bildete so ein harmonisches Ensemble in der einst klassizistisch gestalteten Gartenanlage.

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