Wohngeld in Stuttgart: Wer es bekommt und wie der Antrag klappt
Hohe Miete, kleines Einkommen? In Stuttgart haben mehr Haushalte Anspruch auf Wohngeld, als viele denken. Hier steht, wer es bekommt, wie der Antrag online klappt und warum du nicht warten solltest.
Auf einen Blick
- Für wen
- Mieter und Eigentümer mit kleinem Einkommen
- Ab wann
- Ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht
- Wie lange
- Meist 12 Monate, dann Folgeantrag
- Wo
- Online oder bei deiner Wohngeldstelle
Wer Wohngeld bekommt
Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten fürs eigene Zuhause. Ob und wie viel, hängt von drei Dingen ab: wie viele Menschen im Haushalt leben, wie hoch das gemeinsame Einkommen ist und wie hoch Miete oder Belastung sind. Gerade in Stuttgart mit seinen hohen Mieten haben mehr Haushalte Anspruch, als viele denken, auch Rentnerinnen, Rentner und Familien mit Arbeitseinkommen.
- Mietzuschuss: für Mieterinnen und Mieter, auch in Wohnheimen und Pflegeheimen
- Lastenzuschuss: für Eigentümer einer selbst bewohnten Wohnung oder eines Hauses mit bis zu zwei Wohnungen
- Kein Wohngeld: für Alleinstehende, die grundsätzlich Anspruch auf BAföG oder Berufsausbildungsbeihilfe haben
Ob du Anspruch haben könntest, zeigen die beispielhaften Einkommensgrenzen der Stadt. Für eine Probe-Rechnung empfiehlt die Stadt den Wohngeldrechner Berlin, dort Baden-Württemberg und Stuttgart auswählen.
So stellst du den Antrag
- Antrag sofort stellen
Wohngeld gibt es frühestens ab dem Monat, in dem dein Antrag eingeht. Rückwirkend zahlt niemand. Also lieber gleich beantragen und Unterlagen nachreichen.
- Online oder auf Papier
Den Erstantrag für den Mietzuschuss stellst du online über service-bw mit Servicekonto. Seit 1. September brauchst du dafür zusätzlich eine BundID, die du auf id.bund.de anlegst. Den Lastenzuschuss, Erhöhungsanträge und alles, was du nicht online stellst, schickst du per Mail an wohngeld@stuttgart.de oder per Post an deine Wohngeldstelle. Die Formulare gibt es als PDF bei der Stadt.
- Unterlagen beilegen
Nachweise über Miete oder Wohnkosten und über alle Einkommen im Haushalt, zum Beispiel Lohn, Rente, Unterhalt, Arbeitslosen- oder Krankengeld. Selbstständige füllen zwei Zusatzformulare aus. Per Mail Scans direkt anhängen, keine Cloud-Links, meist bis 10 MB.
- Rechtzeitig verlängern
Wohngeld wird meist für zwölf Monate bewilligt. Den Folgeantrag stellst du etwa zwei Monate vor Ablauf, dann gibt es keine Lücke. Der Folgeantrag geht online auch ohne Servicekonto.
Daran scheitern viele
- Mit dem Antrag warten, bis alle Unterlagen zusammen sind. Jeder Monat Warten ist verlorenes Geld.
- Den Folgeantrag vergessen. Wohngeld läuft nicht automatisch weiter.
- Mehr Einkommen nicht melden. Änderungen, die das Wohngeld senken, musst du sofort mitteilen, sonst drohen Rückforderungen.
- Unterlagen per Cloud-Link schicken statt als Anhang.
Die offiziellen Links
Alle Angaben nach bestem Wissen, geprüft am 9. Oktober 2026 anhand der offiziellen Seiten der zuständigen Behörden und Stellen. Verbindlich ist immer die Auskunft der Stelle selbst. Fragen an die Stadt beantwortet die Behördennummer 115, montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr.
